news/APA/Samstag, 27.06.20, 18:00:02

Sport: Bre­men ent­ging mit 6:1 gegen Köln Direkt­ab­stieg

Wer­der Bre­men hat das „Wun­der an der Weser” geschafft. Die Mann­schaft von Trai­ner Flo­ri­an Koh­feldt hat am Sams­tag in der letz­ten Run­de der deut­schen Fuß­ball-Bun­des­li­ga den direk­ten Abstieg doch noch abge­wen­det. Die Bre­mer fei­er­ten einen 6:1‑Heimsieg gegen den 1. FC Köln und stie­ßen For­tu­na Düs­sel­dorf in die zwei­te Liga. Die For­tu­na ver­spiel­te mit einem 0:3 bei Uni­on Ber­lin den Rele­ga­ti­ons­platz.
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Die Bre­mer, die in der Bun­des­li­ga-Geschich­te erst ein­mal abge­stie­gen sind (1980), waren mit zwei Punk­ten Rück­stand und der schlech­te­ren Tor­dif­fe­renz in das Fern­du­ell mit Düs­sel­dorf gegan­gen. Wer­der lag aber bald vir­tu­ell auf dem 16. Platz: Wäh­rend Düs­sel­dorf (mit Kevin Stö­ger und Mar­kus Sutt­ner ab 62.) in der 26. Minu­te in Rück­stand geriet, führ­te Bre­men schnell 3:0. Der Tiro­ler Mar­co Friedl lei­te­te den Füh­rungs­tref­fer ein und berei­te­te den drit­ten Tref­fer vor.

Im 1.900. Erst­li­ga-Spiel der Club-Geschich­te tra­fen Yuya Osa­ko (22., 58.), Milot Rashi­ca (27.), Nic­las Füll­krug (29.), Davy Klaas­sen (55.) und Josh Sar­gent (68.) beim erst zwei­ten Sai­son­heim­sieg die­ser Sai­son. Die Bre­mer tref­fen nun in der Rele­ga­ti­on auf den Drit­ten der zwei­ten Liga (Hei­den­heim oder Ham­bur­ger SV).

Düs­sel­dorf muss dage­gen nach einem maß­los ent­täu­schen­den Fina­le zum sechs­ten Mal den bit­te­ren Gang in die 2. Liga antre­ten. Die Mann­schaft von Trai­ner Uwe Rös­ler ver­spiel­te beim 1. FC Uni­on Ber­lin ihre bes­se­re Aus­gangs­la­ge mit einem mut- und kraft­lo­sen Auf­tritt. Wie beim letz­ten Absturz vor sie­ben Jah­ren rutsch­te die For­tu­na erst am letz­ten Spiel­tag auf einen direk­ten Abstiegs­platz.

Im Kampf um den vier­ten Start­platz in der Cham­pions League setz­te sich Borus­sia Mön­chen­glad­bach (mit Ste­fan Lai­ner) gegen Bay­er Lever­ku­sen (mit Juli­an Baum­gart­lin­ger) durch. Glad­bach behaup­te­te dank eines 2:1 gegen Her­tha BSC Ber­lin Rang vier hin­ter Bay­ern Mün­chen, Borus­sia Dort­mund und RB Leip­zig, Lever­ku­sen half auch ein 1:0 gegen Mainz nichts mehr. Im Vor­jahr hat­te Lever­ku­sen Glad­bach noch am letz­ten Spiel­tag den begehr­ten vier­ten Rang ent­ris­sen.

Rang sechs und damit einen Fix­platz in der Euro­pa-League-Grup­pen­pha­se hol­te sich Hof­fen­heim. Die TSG (mit Ste­fan Posch, Flo­ri­an Gril­litsch und Chris­toph Baum­gart­ner ab 56.) gewann dank vier Tref­fer von Andrej Kra­ma­ric (8., 30., 48., 50./Elfmeter) in Dort­mund 4:0 und über­hol­te Wolfs­burg. Der von Oli­ver Glas­ner betreu­te VfL muss­te sich ohne den ver­letz­ten Xaver Schla­ger zu Hau­se Meis­ter Bay­ern (mit David Ala­ba) mit 0:4 geschla­gen geben und muss als Tabel­len-Sie­ben­ter in die EL-Qua­li­fi­ka­ti­on.

Die Bay­ern been­de­ten die Sai­son stan­des­ge­mäß. Dank King­s­ley Coman (4.), Cui­sance (37.), Tor­schüt­zen­kö­nig Robert Lwan­dow­ski mit sei­nem 34. Sai­son­tref­fer (72./Elfmeter) und Tho­mas Mül­ler (79.) erreich­ten die Münch­ner die Mar­ke von 100 Toren. Erst zum zwei­ten Mal schaff­te eine Mann­schaft einen drei­stel­li­gen Wert. Nur den Bay­ern selbst war das bis­her gelun­gen, die Mar­ke von 101 Toren aus der 1971/1972 (mit Franz Becken­bau­er, Gerd Mül­ler) ist der bis heu­te gül­ti­ge Rekord. Den ach­ten Meis­ter­ti­tel in Fol­ge hol­ten die Bay­ern schließ­lich mit 13 Punk­ten Vor­sprung.

Der FC Schal­ke been­de­te die Sai­son mit einem 0:4 in Frei­burg und dem 16. sieg­lo­sen Spiel in Serie.