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news/APA/Freitag, 13.05.22, 08:34:11

Ser­vice: Die Bade­mo­de für unse­re Lieblingsseite

Jede Figur ist eine Biki­ni­fi­gur, oder etwa nicht? Die Desi­gner grei­fen die­se posi­ti­ve Ein­stel­lung auf: Mit einer viel­fäl­ti­ge­ren Bademode.
APA/APA/dpa/gms/Sea Me Swim/Rebekka Eliza

In der Regel kaum Stoff und wenig ver­hül­lend: Wenn es um Bade­an­zü­ge und Biki­nis geht, schau­en wir beson­ders kri­tisch in den Spie­gel. Gut, dass es jetzt eine Bade­mo­de gibt, mit der wir das beto­nen und zei­gen kön­nen, was wir an uns am liebs­ten mögen. Dahin­ter steckt die Body-Posi­ti­vi­ty-Bewe­gung, die für mehr Kör­per­ak­zep­tanz und Selbst­lie­be steht.

Es geht dar­um, die eige­ne Figur anzu­neh­men, wie sie ist und sich nicht an irgend­wel­chen Schön­heits­idea­len zu ori­en­tie­ren. „Dabei wird das Ide­al von der Biki­ni-Figur bewusst auf­ge­bro­chen”, sagt Fati­ma Njoya, Juni­or Fashion Edi­tor der Zeit­schrift „Gla­mour”. „Der Trend ist also, sich von einem unrea­lis­ti­schen bezie­hungs­wei­se nicht zeit­ge­mä­ßen Ide­al zu lösen.”

Daher arbei­ten auch Mode­fir­men ver­mehrt mit Models gro­ßer Klei­der­grö­ßen zusam­men. „Wir kön­nen auf ein regel­rech­tes Pot­pour­ri an ver­schie­de­nen Styles und Mus­tern zurück­grei­fen, die alle unter­schied­li­che Ele­men­te des Kör­pers beto­nen”, so Fati­ma Njoya.

Jeder hat eine Lieb­lings­stel­le, die er an sich beson­ders ger­ne mag. Heben wir sie optisch her­vor, füh­len wir uns gleich woh­ler und attraktiver.

Ein tol­les Gestal­tungs­ele­ment der Bade­mo­de ist die hoch geschnit­te­ne Biki­ni­ho­se. „Neu dar­an ist, dass vie­le High-Waist-Model­le sehr hohe Bein­aus­schnit­te zei­gen”, sagt Mode-Scout und Sty­lis­tin Rit­chie Kar­kow­ski aus Tim­men­dor­fer Strand. Das streckt unse­re Bei­ne und setzt sie rich­tig gut in Szene.

Auch der Bade­an­zug bie­tet sol­che Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten. Ihn gibt es gera­de beson­ders häu­fig in zwei Vari­an­ten, die jeweils eine ande­re Lieb­lings­sei­te in den Blick rücken:

Ein­mal mit tie­fem Rücken­aus­schnitt, der dazu noch mit Bin­de­bän­dern oder Schlei­fen betont wird. Oder anders­her­um: Der Bade­an­zug hat vor­ne ein sehr tie­fes Dekol­le­tee, teil­wei­se bis zum Bauchnabel.

Wer sein Dekol­le­tee beson­ders mag, dem rät die Sty­lis­tin Rit­chie Kar­kow­ski zu einem auf­fal­len­den und oder auch tief aus­ge­schnit­te­nen Ober­teil. „Dazu dann ein Biki­ni­hös­chen im ange­sag­ten High-Waist-Stil und in dezen­ter Far­be.” Und anders her­um geht man vor, wenn man die Bli­cke vor­zugs­wei­se auf Hüf­ten und Tail­le len­ken möchte.

Eine Alter­na­ti­ve sind die tren­di­gen Raf­fun­gen. Sie geben den Ober­tei­len mehr Fül­le und beto­nen bei Hös­chen die Hüften.

Eine tol­le Gestal­tungs­mög­lich­keit sind auch die Cut-Outs. Das sind bewusst gesetz­te Löcher im Stoff. Zumeist kom­men sie an der Tail­le zum Ein­satz, aber sie zei­gen Haut auch an der obe­ren Bauch­par­tie zwi­schen Bauch­na­bel und Brust zum Beispiel.

Die Cut-outs sind übri­gens Kar­kow­skis Tipp für Frau­en, die ger­ne mehr Kur­ven hät­ten. Sol­che Löcher an der Tail­le for­men optisch eine Sanduhr-Figur.

Die aktu­el­le Trend­mo­de bie­tet bequem trag­ba­re­re Stü­cke mit Wohl­fühlschnit­ten. High-Waist-Hös­chen rei­chen oft bis hoch zur Tail­le und sind das bes­te Bei­spiel dafür. Also kein Zwi­cken mehr, weil zu knap­pe Hös­chen nicht gut an den Hüf­ten und am Bauch sit­zen. Kei­ne stän­di­ge Unsi­cher­heit mehr, weil das Ober­teil die Ober­wei­te nicht aus­rei­chend bedeckt oder schlecht hält.

Ein ande­res Bei­spiel ist das Neck­hol­der-Ober­teil, also mit über den Nacken ver­lau­fen­den Trä­ger. Neu sei, dass die­se Trä­ger sehr breit geschnit­ten und über­kreuzt getra­gen wer­den, berich­tet Mode-Scout Anet­te Helbig.

Und das kann nicht nur mehr Kom­fort bie­ten als übli­che Trä­ger, son­dern auch der Ober­wei­te mehr Sta­bi­li­tät geben – ver­gleichs­wei­se mit Sport-BHs, die oft ver­kreuz­te Trä­ger am Rücken haben.

„Bunt und auf­fal­lend” sei die aktu­el­le Bade­mo­de, sagt Shop­ping-Scout Anet­te Hel­big. Die Palet­te rei­che von Pink über Oran­ge bis zu Grün, „sehr ange­sagt sind auch soge­nann­te Two-Tone-Model­le, also Ein­tei­ler und Biki­nis in zwei Far­ben.” Schwarz-Weiß wir­ke etwas ele­gan­ter, Oran­ge-Pink dage­gen fröh­lich und som­mer­lich. Übri­gens: Die Kom­bi­na­ti­on von Oran­ge und Pink bezie­hungs­wei­se Rosa ist in der Frau­en­mo­de über­haupt ein Farbtrend.

Auch die zwei­far­bi­gen Stü­cke kön­nen je nach Farb­ver­lauf genau­so wie die Schnit­te einen Fokus auf unse­re Lieb­lings­sei­te legen. Fin­den Sie ein Modell, des­sen auf­fäl­ligs­te und hel­le­re Farb-Par­tien an jenen Stel­len sit­zen, die sie beson­ders ger­ne an sich mögen. Ver­mut­lich möch­ten Sie sich dann nie wie­der davon trennen.

Die Bademode für unsere Lieblingsseite

Viele Labels zeigen Bademode, mit der Frauen betonen und zeigen können, was sie wollen

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Cut-outs sind kleine, aber reizvolle Gestaltungselemente der aktuellen Bademode

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Höher geschnittene Höschen am Bikini sind angesagt

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Auch Bademoden mit tiefen Ausschnitten liegen im Trend

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