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blog / Freitag 01.04.22

Ihr Step-by-Step-Gui­de für eine pro­fes­sio­nel­le Infografik

Mit pro­fes­sio­nel­len Info­gra­fi­ken las­sen sich nicht nur gro­ße Daten­men­gen ver­ständ­lich visua­li­sie­ren, sie kön­nen auch zeit­li­che Abläu­fe, Ver­glei­che oder kom­ple­xe The­men ein­fach und kom­pakt dar­stel­len. Der Con­tent muss dabei sowohl visu­ell anspre­chend als auch inhalt­lich aus­sa­ge­kräf­tig gestal­tet sein und soll­te mit mög­lichst wenig Text aus­kom­men. Das klingt leich­ter, als es ist.

Das rich­ti­ge The­ma für die rich­ti­ge Zielgruppe

Bevor Sie sich an die Gestal­tung Ihrer Gra­fik machen, muss zuerst ein kon­kre­tes The­ma defi­niert wer­den. Was ist die Geschich­te, die erzählt wer­den soll? Wel­ches Wis­sen soll mit­tels Visua­li­sie­rung ver­mit­telt wer­den? Sind die Inhal­te für eine Info­gra­fik über­haupt geeig­net? Immer­hin müs­sen die­se schnell erfass­bar sein und ohne viel Text funk­tio­nie­ren. Gibt es genü­gend Daten, Ver­glei­che, Sta­tis­ti­ken etc., um das The­ma via Info­gra­fik darzustellen?

Wich­tig ist auch, dass Sie sich über­le­gen, wer genau Ihre Ziel­grup­pe ist. Die­ser Punkt wird oft ver­nach­läs­sigt, ist aber essen­zi­ell, um eine gelun­ge­ne Info­gra­fik zu bau­en. Immer­hin sol­len die visua­li­sier­ten Inhal­te Ihrer Ziel­grup­pe einen Mehr­wert bieten.

Über­le­gen Sie auch, wel­che Merk­ma­le und Inter­es­sen Ihre Ziel­grup­pe hat. In wel­cher Alters­span­ne befin­det sie sich? Dient die Gra­fik für inter­ne Sta­ke­hol­der wie Vor­stän­de oder Geschäfts­füh­rer und Geschäfts­füh­re­rin­nen oder soll die Gra­fik extern ein­ge­setzt wer­den? Inwie­weit ist die Ziel­grup­pe bereits mit dem The­ma ver­traut? Wel­che Kanä­le (Print­ma­ga­zi­ne, Web­sites, Social Media etc.) nutzt Ihr Publikum?

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt ist die Daten­la­ge. Wel­che Daten ste­hen Ihnen zum gewähl­ten The­ma bereits zur Ver­fü­gung? Kön­nen Daten gege­be­nen­falls recher­chiert wer­den? Über­neh­men Sie auf kei­nen Fall unge­prüf­te Daten­sät­ze, die­se könn­ten sich im Nach­hin­ein als Fake her­aus­stel­len. Nut­zen Sie nur ver­trau­ens­wür­di­ge und geprüf­te Quellen.

Im nächs­ten Schritt wer­den die Daten sor­tiert und geclus­tert. Über­le­gen Sie, wel­che Daten zusam­men­pas­sen und wie die­se zuein­an­der­ste­hen. Spä­tes­tens in die­sem Schritt soll­te der gro­be Auf­riss zur Dar­stel­lung der Info­gra­fik entstehen.

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Das visu­el­le Konzept

Sind The­ma und Ziel­grup­pe defi­niert und die Daten­samm­lung vor­han­den, geht es um das visu­el­le Kon­zept der Info­gra­fik. Dabei steht zunächst die Fra­ge des Aus­spiel­ka­nals im Fokus.

Soll die Visua­li­sie­rung nur in Print­pu­bli­ka­tio­nen erschei­nen, so wer­den Sie eine sta­ti­sche Gra­fik pro­du­zie­ren müs­sen. Bei Info­gra­fi­ken für Pres­se­aus­sen­dun­gen, Social Media, Prä­sen­ta­tio­nen, Web­sites etc. bie­ten sich vor allem ani­mier­te oder inter­ak­ti­ve Info­gra­fi­ken gut an.

Bei der gestal­te­ri­schen Kon­zep­ti­on wer­den wei­ters auch Fra­gen bezüg­lich der visu­el­len Auf­be­rei­tung des Designs geklärt. So kön­nen Info­gra­fi­ken auch pas­send zu Ihrem Cor­po­ra­te Design inklu­si­ve Unter­neh­mens­lo­go gestal­tet werden.

Je nach Gra­fik­typ (sta­tisch, ani­miert, inter­ak­tiv) unter­schei­det sich der wei­te­re Work­flow nach der Konzeption.

 

Ein Sto­ry­board zur bes­se­ren Gliederung

Beson­ders inter­ak­ti­ve Info­gra­fi­ken benö­ti­gen ein gutes Sto­ry­board inklu­si­ve Kon­zept für eine intui­ti­ve Navi­ga­ti­on der Gra­fik. Beden­ken Sie hier, dass die Navi­ga­ti­on der inter­ak­ti­ven Visua­li­sie­rung auf allen gän­gi­gen End­ge­rä­ten ein­wand­frei funk­tio­nie­ren muss. So muss eine eige­ne Vari­an­te für Smart­pho­nes mit­ge­dacht wer­den, da hier die Navi­ga­ti­ons­punk­te via Touch bedient wer­den und auch weni­ger Platz für Text vor­han­den ist.

Nach inhalt­li­cher Kon­zep­ti­on, Gra­fik und Design muss die Visua­li­sie­rung schluss­end­lich auch im Backend pro­gram­miert werden.

Ver­ges­sen Sie nicht, die Gra­fik nach Fer­tig­stel­lung aus­rei­chend zu tes­ten! Hier gilt: Sowohl inhalt­lich tes­ten, ob Zusam­men­hän­ge rich­tig dar­ge­stellt wur­den, der Auf­bau logisch und nach­voll­zieh­bar ist und die Visua­li­sie­rung ver­ständ­lich ist, als auch tech­ni­sche Tests durch­füh­ren. Funk­tio­niert die Gra­fik in allen gän­gi­gen Brow­sern? Wird die Info­gra­fik sowohl mobil als auch auf dem Desk­top kor­rekt ange­zeigt? Lässt sich die Navi­ga­ti­on auf allen gän­gi­gen Gerä­ten intui­tiv und pro­blem­los bedienen?

Auch ani­mier­te Info­gra­fi­ken benö­ti­gen noch ein zusätz­li­ches Sto­ry­board, um Abläu­fe und Timings zu skiz­zie­ren. Hier müs­sen vor der Pro­duk­ti­on Fra­gen geklärt wer­den, wie wel­che Ani­ma­tio­nen ein­ge­setzt wer­den, wel­che bezie­hungs­wei­se ob Text­in­serts ein­ge­blen­det wer­den oder ob gar ein Voice-Over benö­tigt wird.

Ach­ten Sie beim Video­for­mat dar­auf, dass sich die Pixel­for­ma­te je nach Aus­spie­lungs­ka­nal ändern kön­nen und dass die Grö­ße der fer­ti­gen Video-Gra­fik eine gewis­se MB-Zahl (max. 100 MB) nicht überschreitet.

 

Fazit

Info­gra­fi­ken bie­ten den enor­men Vor­teil, Auf­merk­sam­keit zu gene­rie­ren und kom­ple­xe Inhal­te oder gro­ße Daten­men­gen ver­ständ­lich und anschau­lich darzustellen.

Ja, der Auf­wand in der Erstel­lung ist höher als bei rei­nem Text-Con­tent oder Stan­dard-Tabel­len-Abbil­dun­gen, jedoch heben Info­gra­fi­ken Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on auf das nächs­te Level und bie­ten Ihren Usern einen bedeu­ten­den Mehrwert.

Wenn Sie die Kapa­zi­tä­ten nicht im Haus haben, kann die Gra­fik-Pro­duk­ti­on immer noch an Exper­tin­nen und Exper­ten aus­ge­la­gert wer­den. Hier kön­nen Sie sich bei allen Schrit­ten – von der Idee über Kon­zep­ti­on, Daten­re­cher­che, Design und Pro­gram­mie­rung – unter­stüt­zen las­sen. Natür­lich stets auch im Look & Feel Ihres Unternehmens.

 

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