news/APA/Montag, 31.03.25, 21:30:21

„Village Next to Paradise“ bester Spielfilm bei Diagonale

Der Große Diagonale-Preis des Landes Steiermark für den besten Spielfilm 2025 geht an Mo Harawes in Cannes uraufgeführtes Spielfilmdebüt "The Village Next to Paradise". Damit kann sich der 1992 geborene Filmemacher über ein Preisgeld von 15.000 Euro sowie Sachleistungen im Gesamtwert von 8.000 Euro freuen. "Ein politischer Film, der nicht laut werden muss - und gerade dadurch Hoffnung macht", begründete die Jury bei der Gala am Montagabend im Annenhof-Kino ihre Entscheidung.
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Eine Dotierung in derselben Höhe erhielt dabei auch Lisa Polster, die für ihr Asylessay „Bürglkopf“ den Großen Diagonale-Preis des Landes in der Kategorie Dokumentarfilm zugesprochen bekam. „Es entsteht nach und nach ein Perspektivwechsel, ein komplexes Bild von österreichischer und europäischer Migrationspolitik, von Alltagsrassismus“, machte die Jury deutlich. Auch die Jugendjury vergab ihre mit Sach- und Geldpreisen in Höhe von 5.500 Euro dotierte Auszeichnung an „Bürglkopf“. „The Village Next to Paradise“ wiederum konnte auch in der Sparte Beste Bildgestaltung die 3.000 Euro schwere Ehrung an Kameramann Mostafa el Kasheef und die mit 10.000 Euro verbundene Sparte Produktion für sich beanspruchen.

Die mit je 3.000 Euro verbundenen Schauspielpreise hingegen gingen zum einen an Schauspieldebütantin Florentina Holzinger. Der Performancestar wurde für seine Leistung in Kurdwin Ayubs „Mond“ gewürdigt. Zum anderen konnte Burgtheater-Ensemblemitglied Marie Luise Stockinger für ihre Interpretation in Ulrike Koflers „Gina“ triumphieren.

Die Kategorie des Innovativen Films entschied Michael Gülzow mit „Der tote Winkel der Wahrnehmung“ für sich, der dafür 10.000 Euro in Sach- und Geldleistungen erhielt. Hinzu kommen zahlreiche weitere Spartenauszeichnungen, darunter die für die herausragende Produktionsleistung, die an Ruth Beckermann für ihren Bildungsdokumentarfilm „Favoriten“ (dotiert mit 10.000 Euro) ging oder die doppelte Ehrung für Alexandra Makarovás „Perla“, der Kostüm und Szenenbild für sich entscheiden konnte.

Insgesamt wurden bei der Diagonale heuer Preise im Gesamtwert von 130.000 Euro ausgeschüttet. Und alle Geehrten können sich nicht nur über schnöden Mammon für ihre Leistungen freuen – für alle gab es überdies eine goldene Diagonale-Nuss, eine Muskatnuss aus Bronze als Erinnerung.

(S E R V I C E – )