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blog / Freitag 01.04.22

Wie gestal­tet man Gra­fi­ken plattformgerecht?

Info­gra­fi­ken sind bei der beträcht­li­chen Men­ge an Daten, die Unter­neh­men jeden Tag sam­meln, gekom­men, um zu blei­ben. Doch nicht jede Daten­vi­sua­li­sie­rung eig­net sich für jedes Medi­um. Gera­de wenn man selbst viel Zeit in die Pro­duk­ti­on steckt bzw. sich die Unter­stüt­zung einer Agen­tur holt, soll­te man bereits vor der Erstel­lung genau dar­über nach­den­ken, auf wel­chen Platt­for­men die Gra­fi­ken aus­ge­spielt wer­den sol­len. In die­sem Blog­bei­trag erfah­ren Sie, wor­auf Sie dabei beson­ders ach­ten müssen.

Die Gestal­tungs- und Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten von Daten­vi­sua­li­sie­run­gen wie Charts, Info­gra­fi­ken, Heat Maps etc. sind prak­tisch end­los und wer­den oft zur ein­fa­chen Ver­an­schau­li­chung von Daten in ver­schie­dens­ten Medi­en genutzt. Ob in Print­pu­bli­ka­ti­on, in einem Dash­board auf der eige­nen Unter­neh­mens-Web­sei­te oder auf Social-Media-Kanä­len: Info­gra­fi­ken trifft man in den heu­ti­gen Medi­en nahe­zu jeden Tag an. Doch wor­auf muss man ach­ten, um die­se platt­form­ge­recht zu gestalten?

 

Sta­ti­sche Info­gra­fi­ken für Print

Gera­de in Print­pu­bli­ka­tio­nen und ‑maga­zi­nen wer­den sta­ti­sche Info­gra­fi­ken ger­ne genutzt, um Arti­kel zu kom­pli­men­tie­ren und die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen her­vor­zu­he­ben. So wer­den Geschäfts­be­rich­te, Jah­res­re­ports, (Kunden-)Magazine etc. ger­ne mit die­sen star­ken visu­el­len Ele­men­ten aus­ge­schmückt. Gera­de Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten nut­zen die­se ger­ne, um Arti­kel optisch auf­zu­lo­ckern und Lese­rin­nen und Lesern einen attrak­ti­ven Mehr­wert zu bie­ten. Ach­ten Sie bei der Erstel­lung dar­auf, die Kern­aus­sa­ge der Info­gra­fik klar zu defi­nie­ren und die­se bereits im Titel der Info­gra­fik zu kom­mu­ni­zie­ren. Glie­dern Sie Ihre Inhal­te dabei über­sicht­lich und mög­lichst redu­ziert, sodass User die Infor­ma­tio­nen auf einen Blick erfas­sen kön­nen. Obwohl sta­ti­sche Info­gra­fi­ken kei­ne spe­zi­el­len „Hingucker“-Elemente wie Ani­ma­tio­nen oder klick­ba­re Kom­po­nen­ten vor­wei­sen, kön­nen sie prak­ti­scher­wei­se gut mehr­fach ver­wer­tet wer­den: Denn sta­ti­sche Info­gra­fi­ken, die man sowie­so schon für Print­pu­bli­ka­tio­nen pro­du­ziert hat, kön­nen auch im Online-Bereich ganz ein­fach als Bild-For­mat (.jpg, .png etc.) ein­ge­baut wer­den wie im News­let­ter, auf der Web­sei­te und auf Social-Media-Kanälen.

 

Linea­res Sto­ry­tel­ling für Online-Berichte

In Unter­neh­men nimmt man sich Daten­ge­ne­rie­rung ger­ne zum Ziel, doch vie­le sind mit dem Über­fluss an Infor­ma­tio­nen regel­recht über­for­dert. Um die­se zu ver­an­schau­li­chen, wer­den ger­ne alle Infos in eine ein­zi­ge Gra­fik gepackt – doch wenn die Daten­men­ge zu groß ist, wird die Visua­li­sie­rung oft zu kom­pli­ziert. Die Lösung? Linea­res Sto­ry­tel­ling. Dabei erstellt man statt einer ganz­heit­li­chen All-In-One-Gra­fik, die alles beinhal­tet, eine Rei­he von klei­nen Info­gra­fi­ken und erzählt damit eine Geschich­te. Dies ist gera­de bei Online-Bericht­erstat­tun­gen ger­ne im Ein­satz, wo Lese­rin­nen und Leser „snack­able“ Con­tent (kur­ze Bei­trä­ge) sehen möch­ten und kei­ne Zeit für lan­ge und kom­pli­zier­te Inhal­te haben. Bei die­ser Art von Seg­men­tie­rung – einer Info­gra­fik-Rei­he, die the­ma­tisch zusam­men­hängt – soll­te immer dar­auf geach­tet wer­den, dass auch das Design und die Bild­spra­che ein­heit­lich gestal­tet werden.

 

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Kom­pak­te Gra­fi­ken für Social Media

Wo wir gera­de bei kur­zen Con­tent-Stü­cken sind: Gera­de auf Social Media ist die Auf­merk­sam­keits­span­ne von Usern so gering wie nir­gend­wo anders. Genau des­halb müs­sen Unter­neh­men ihre Daten so dar­stel­len, dass die Haupt­aus­sa­ge bin­nen weni­ger Sekun­den her­aus­ge­le­sen wer­den kann. Dem­entspre­chend eig­nen sich für Face­book, Insta­gram und Co. beson­ders klei­ne, kom­pak­te Gra­fi­ken mit ein­fa­chen Struk­tu­ren wie kon­tras­tie­ren­de Far­ben und gro­ße Schrif­ten. Da man weni­ger Flä­che zum Aus­to­ben hat, sozu­sa­gen gezwun­gen ist, pla­ka­tiv zu desi­gnen und zusätz­lich die gerin­ge Auf­merk­sam­keits­span­ne dazu kommt, heißt die Devi­se: Qua­dra­tisch, prak­tisch, gut. Und da bereits alle gän­gi­gen Social-Media-Platt­for­men das Prin­zip „Mobi­le First“ ver­fol­gen, soll­te beson­ders auf die Les­bar­keit der Tex­te und die rich­ti­ge Dar­stel­lung auf Smart­pho­nes geach­tet werden.

 

Erklär-Ani­ma­tio­nen für Web­sei­te & Social Media

Eine der belieb­tes­ten Video-Kate­go­rien auf You­Tube sind Exp­lai­ner-Vide­os. Des­halb ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass ani­mier­te Gra­fi­ken, die ein The­ma erklä­ren und visu­el­len Kon­text bie­ten, auch beson­ders gut auf sozia­len Netz­wer­ken funk­tio­nie­ren. Und nicht nur bei Usern sind ani­mier­te Erklär-Info­gra­fi­ken ger­ne gese­hen – auch Goog­le belohnt die Inte­gra­ti­on von Vide­os auf Web­sei­ten, die eine hohe Ver­weil­dau­er vor­wei­sen kön­nen und ermög­licht ihnen ein bes­se­res Ran­king in den Such­re­sul­ta­ten. Gleich­zei­tig kön­nen die ani­mier­ten Info­gra­fik-Vide­os auch auf You­Tube hoch­ge­la­den wer­den, wo sie eben­falls von einem posi­ti­ven Such­ma­schi­nen-Trend pro­fi­tie­ren kön­nen. Doch nicht alle ani­mier­ten Gra­fi­ken müs­sen rich­ti­ge Vide­os sein: Auch GIFs und Gra­fi­ken mit Mikro­ani­ma­tio­nen bie­ten eine gute Mög­lich­keit, Visua­li­sie­run­gen ein wenig auf­zu­pep­pen, wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen her­vor­zu­he­ben und klick­ba­re Ele­men­te zu integrieren.

 

Auto­ma­ti­sier­te Dash­boards für Unternehmensseiten

Unter­neh­men, die ihre Daten regel­mä­ßig aktua­li­sie­ren und Trends ver­an­schau­li­chen möch­ten, grei­fen oft zu auto­ma­ti­sier­ten Dash­boards. Ob es um den öster­rei­chi­schen Medail­len­stand bei den Olym­pi­schen Win­ter­spie­le geht, die Zahl der täg­li­chen Coro­na-Fäl­le oder nach spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen maß­ge­schnei­der­te Dash­boards, die täg­lich User­da­ten updaten – die­se Form von Daten­vi­sua­li­sie­run­gen wer­den oft ein­ge­setzt, um die Öffent­lich­keit, aber auch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter auf dem letz­ten Stand zu hal­ten. Dafür wird moder­ne Dash­board-Soft­ware ein­ge­setzt, die es mitt­ler­wei­le von einer Viel­zahl an Anbie­tern gibt. Durch das Set­zen von Fil­tern und Kri­te­ri­en wird die Visua­li­sie­rung gene­riert und kann an die Ziel­grup­pe ange­passt wer­den. Genutzt wer­den sie oft, um einen ober­fläch­li­chen Ein­druck der Daten zu über­mit­teln und Pro­gno­sen zu erstel­len, jedoch nicht, um tie­fe­re Insights zu erzielen.

 

Bevor Sie sich also an die Gestal­tung von Info­gra­fi­ken machen, beden­ken Sie zuerst: Wo möch­ten Sie Ihre Daten­vi­sua­li­sie­rung über­haupt aus­spie­len? Wenn Sie gro­ße Men­gen an Daten her­zei­gen möch­ten, über­le­gen Sie sich, ob eine Daten-Seg­men­tie­rung in Fra­ge kommt und Sie linea­res Sto­ry­tel­ling betrei­ben möch­ten. Sol­che Info­gra­fik-Rei­hen eig­nen sich auch her­vor­ra­gend auf Social Media und kön­nen mit Video-Ele­men­ten sowie Ani­ma­tio­nen zu einem Blick­fang wer­den. Wenn Sie Ihre Daten für inter­ne Zwe­cke immer top­ak­tu­ell hal­ten möch­ten, bie­tet sich ein auto­ma­ti­sier­tes Dash­board an. Wofür auch immer Sie sich ent­schei­den – platt­form­ge­rech­te Info­gra­fi­ken wer­den Ihnen dabei hel­fen, kom­pli­zier­te Inhal­te ver­ständ­li­cher aufzubereiten.

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