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blog / Dienstag 21.12.21

Online prä­sen­tie­ren: Sechs Power­Point-Tipps für gelun­ge­ne Hybrid-Events

Sie möch­ten eine erst­klas­si­ge Prä­sen­ta­ti­on erstel­len, die ein vir­tu­el­les Publi­kum inter­es­sie­ren, infor­mie­ren und im bes­ten Fall begeis­tern soll? Dann haben wir für Sie sechs Faust­re­geln, die es zu beach­ten gilt.

Die Coro­na-Pan­de­mie hat die Art, wie wir Events orga­ni­sie­ren und besu­chen, auf den Kopf gestellt. Vir­tu­el­le Kon­fe­ren­zen und Fei­ern sind zur All­täg­lich­keit gewor­den und das bedeu­tet: Umden­ken. Wäh­rend vie­le Ver­an­stal­tun­gen am Beginn noch 1:1 von der rea­len in die vir­tu­el­le Welt über­tra­gen wur­den, stell­te man schnell fest, dass das nicht sinn­voll umsetz­bar ist. Die ohne­hin schon gerin­ge Auf­merk­sam­keit, die uns Men­schen bei Vor­trä­gen schen­ken, ver­rin­gert sich online auf­grund von auf­pop­pen­den E‑Mails noch ein­mal erheb­lich. Das bedeu­tet auch für Power­Point-Prä­sen­ta­tio­nen, dass die­se für Online- oder Hybrid-Events anders gestal­tet wer­den müs­sen als für ein Live-Publikum.

 

Tipp 1: Online präsentieren

Obwohl es oft so wirkt, als ob Sie eine Online-Prä­sen­ta­ti­on nur für sich allein hal­ten, da Sie Ihre Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer nicht immer sehen, ver­ges­sen Sie nicht, die­se mit­ein­zu­be­zie­hen! Einer­seits ist es online viel schwe­rer, ein Gefühl für die Stim­mung Ihrer Gäs­te zu bekom­men, ande­rer­seits wer­den die­se viel leich­ter durch auf­pop­pen­de Messages abge­lenkt. Online prä­sen­tie­ren ist für Sie als Vor­tra­gen­de bzw. Vor­tra­gen­der daher oft anstren­gen­der als face-to-face. Lockern Sie Ihre Prä­sen­ta­tio­nen mit Umfra­ge-Tools, direk­ten Fra­gen und aus­sa­ge­kräf­ti­gen Power­Point-Foli­en auf. Tipp: Star­ten Sie Ihren Vor­trag gleich mit einer anony­men Umfra­ge, um von Anfang an Enga­ge­ment zu erzeu­gen und ein aktu­el­les Stim­mungs­bild ein­zu­ho­len, auf das Sie ein­ge­hen können.

Tipp 2: In der Kür­ze liegt die Würze

Die Inhal­te Ihrer Power­Point-Foli­en müs­sen gera­de bei Online-Prä­sen­ta­tio­nen kurz und prä­gnant sein. Las­sen Sie sich nicht die Show von Ihrer eige­nen Prä­sen­ta­ti­on steh­len, indem Sie die­se mit zu vie­len Infor­ma­tio­nen voll­pa­cken! Das Haupt­pro­blem bei über­la­de­nen Power­Point-Vor­trä­gen ist, dass Ihr Publi­kum Ihre Foli­en liest und Ihnen nicht mehr zuhört. Als Faust­re­gel gilt, durch­schnitt­lich nur sechs bis acht Wor­te pro Folie zu ver­wen­den. Das klingt zunächst wenig aber durch span­nen­de Bil­der, inter­es­san­te Zita­te und aus­sa­ge­kräf­ti­ge Dia­gram­me unter­stüt­zen Sie Ihre Aus­sa­gen und för­dern das Zuhö­ren so sehr, dass auch ein­ge­hen­de E‑Mails kei­ne Ablen­kung mehr dar­stel­len. Beach­ten Sie dabei, dass ein Ele­ment pro Folie genügt. Ent­schei­den Sie sich ent­we­der für ein Bild, ein Dia­gramm oder ein Zitat, das den Kern Ihrer Aus­sa­ge unter­stützt. Zu vie­le Ele­men­te pro Folie len­ken ab und stif­ten Ver­wir­rung. Auch die Sät­ze auf Ihren Foli­en soll­ten kurz und ein­fach gehal­ten sein, damit Ihr Publi­kum schnell mit dem Lesen fer­tig ist und sich wie­der aufs Zuhö­ren kon­zen­trie­ren kann. Prin­zi­pi­ell gilt für den Umfang Ihrer Prä­sen­ta­ti­on: So vie­le Power­Point-Foli­en wie nötig und so weni­ge wie möglich.

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Tipp 3: Das Design – schlicht, aber nicht langweilig

Das Design Ihrer Foli­en soll­te schlicht sein, zum Cor­po­ra­te Design (CD) des Unter­neh­mens pas­sen und durch­ge­hend über alle Foli­en erkenn­bar sein. Fir­men-Logo und Kon­takt­da­ten sind beson­ders auf der ers­ten und der letz­ten Folie wich­tig, kön­nen in den dazwi­schen­lie­gen­den Foli­en aber weg­ge­las­sen wer­den. In der Regel reicht Ihr CD aus, um einen Bezug zu Ihrer Fir­ma, auch ohne Logo, her­stel­len zu kön­nen. Der Fokus soll­te auf dem Inhalt Ihrer Prä­sen­ta­ti­on lie­gen, auch ein zu inten­si­ves Bran­ding kann ablen­kend wir­ken. Wer aufs Fir­men-Logo nicht ver­zich­ten möch­te, kann es alter­na­tiv auch klein in die Kopf- oder Fuß­zei­le ein­bau­en. Das glei­che gilt für Ani­ma­tio­nen und beson­ders krea­ti­ve Designs: Ver­ges­sen Sie nicht, dass es immer um den Inhalt Ihrer Foli­en geht, der auf den ers­ten Blick erfasst wer­den soll – auch hier lau­ert eine Ablen­kungs­quel­le. Last but not least: Ach­ten Sie auf eine pas­sen­de Schrift­grö­ße, damit alles gut les­bar ist.

Tipp 4: Tech­ni­sche Tücken und Chan­cen für Ihre Online-Präsentation

Ihre Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on muss über das Inter­net einen lan­gen Weg zu Ihren Zuse­he­rin­nen und Zuse­hern zurück­le­gen. Da kann es pas­sie­ren, dass Bil­der, Vide­os und Ani­ma­tio­nen zeit­ver­zö­gert ankom­men. Pla­nen Sie die­se Zeit ein und stel­len Sie Zwi­schen­fra­gen, um sicher­zu­ge­hen, dass Sie auf Ihrem Bild­schirm das­sel­be sehen wie Ihr Publi­kum. Betrach­ten Sie Ihre Prä­sen­ta­ti­on außer­dem im Vor­hin­ein auf ver­schie­de­nen Bild­schirm­grö­ßen, denn Sie wis­sen nicht, über wel­ches Gerät Ihre Gäs­te zuschau­en. Passt die Schrift­grö­ße am Han­dy genau­so wie auf einem Com­pu­ter-Bild­schirm oder Tablet?

Eine Chan­ce bie­ten Umfra­ge-Tools, die Sie direkt in Ihre Prä­sen­ta­ti­on ein­bin­den kön­nen. Ihre Zuhö­rer­schaft kann so anonym die Mei­nung zu einem bestimm­ten The­ma abge­ben und es kann ein all­ge­mei­nes Stim­mungs­bild erho­ben wer­den. Umfra­gen funk­tio­nie­ren online meist bes­ser, da Ihr Publi­kum bereits an der „Online-Quel­le“ sitzt und nicht erst das Han­dy in die Hand neh­men muss, um den Link anschlie­ßend müh­sam ein­tip­pen zu müssen.

Tipp 5: Dop­pelt hält bes­ser: Erstel­len Sie zwei Präsentationen

Wenn Sie zur Vor­be­rei­tung Ihres Vor­tra­ges Ihre Power­Point zunächst mit allen Infor­ma­tio­nen voll­pa­cken, um danach zu kür­zen, dann schmei­ßen Sie die ers­te Ver­si­on kei­nes­falls weg. War­um? Idea­ler­wei­se exis­tie­ren zwei Ver­sio­nen Ihrer Power­Point: Eine Kurz­ver­si­on, die wie oben beschrie­ben, für Ihren Vor­trag vor­ge­se­hen ist, und eine Lang­ver­si­on mit allen rele­van­ten Infor­ma­tio­nen, die Sie im Nach­gang der Ver­an­stal­tung Ihren Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern zur Ver­fü­gung stel­len. In der Lang­ver­si­on dür­fen sie Ihre Power­Point so voll­pa­cken, wie Sie möch­ten. Die­se dient Ihren Gäs­ten zum Nach­le­sen und kann auch ver­tie­fen­de Infor­ma­tio­nen enthalten.

Tipp 6: Die PowerPoint-Schlussfolie

Hier gilt: Blei­ben Sie im Gedächt­nis! Ein gutes Ende ist genau­so wich­tig wie ein guter Start. Nut­zen Sie die fina­le Folie, um die wich­tigs­te Mes­sa­ge und Take-aways zu trans­por­tie­ren und bau­en Sie einen Call-to-Action ein. Ins­be­son­de­re bei Online-Ver­an­stal­tun­gen ist ein CTA sinn­voll, weil Sie Ihre Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer direkt per Knopf­druck auf eine Lan­ding­pa­ge füh­ren kön­nen und die­se die URL nicht hän­disch ein­tip­pen müs­sen. Ver­ges­sen Sie nicht, auch Ihre Kon­takt­de­tails anzu­ge­ben, damit Ihr Publi­kum weiß, wie es auf Sie zukom­men kann.

 

Fazit

Eines ist sicher: Online-For­ma­te sind gekom­men, um zu blei­ben. Wenn Sie also dem­nächst wie­der online prä­sen­tie­ren, beach­ten Sie, dass Ihre Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on sowohl inner­halb der ein­zel­nen Foli­en als auch in der Gesamt­län­ge so kurz und kna­ckig wie mög­lich gestal­tet ist. Ihr Inhalt steht immer im Mit­tel­punkt: Design, Bil­der und Ani­ma­tio­nen sol­len die­sen unter­stüt­zen und nicht ablen­kend wir­ken. Sobald Sie Ihre Prä­sen­ta­ti­on erstellt haben, che­cken Sie die Dar­stel­lung auf unter­schied­li­chen Appli­ka­tio­nen und nut­zen Sie Online-Umfra­gen, um Ihr Publi­kum mit­ein­zu­be­zie­hen. Im Ide­al­fall bie­ten Sie Ihren Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern im Nach­gang eine Vari­an­te Ihrer Prä­sen­ta­ti­on mit umfas­sen­de­ren Inhal­ten und wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen an.

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