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blog / Montag 11.07.22

Pro­fi- vs. Amateur-Fotograf:innen: Wor­auf Sie ach­ten müssen

Ob Produkt-Shots, Firmenporträts oder Grafiken für Social Media: Die Bildbedürfnisse vieler Marketer:innen werden mit Stock-Fotos oftmals nicht mehr abgedeckt, gerade dann, wenn man sehr spezifische Motive benötigt. Um die Content-Needs zu sättigen, werden deshalb gerne Fotograf:innen beauftragt. Doch wie unterscheidet sich ein:e Profi-Fotograf:in von einem Laien? Sind diese den höheren Preis wert? Und worauf müssen Sie als Auftraggeber:in achten?

Heutzutage hat jedes Smartphone eine ausgezeichnete Kamera, die Bilder in hochauflösender Qualität produziert. Doch nur das Instrument allein reicht nicht, um professionelle Bilder zu erzeugen – das Talent und die Expertise hinter der Kamera sollten nicht unterschätzt werden! Viele Hobby-Fotograf:innen haben sich dieses Können selbst angeeignet, und trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob man mit einem Amateur arbeiten möchte, oder ob man sich doch für eine Profi-Lösung entscheidet. Hier haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

 

Professionelle Fotograf:innen

Die Ausbildung zum/r Profi-Fotograf:in variiert weitgehend: In Österreich gibt es von WIFI-Fortbildungen, Diplomlehrgängen oder kurzen Intensivkursen alles, was das Fotograf:innen-Herz begehrt. Doch nicht nur die Ausbildung unterscheidet einen Profi von einem Laien: Zuallererst haben Berufsfotograf:innen oftmals ein eigenes Fotostudio, in dem sie ihre Motive ablichten. Natürlich hängt das von der Spezialisierung ab – einem/r Landschaftsfotograf:in wird das Studio nicht ganz so wichtig sein wie einem/r Porträtfotograf:in.

Zusätzlich dazu besitzen Profis ein hochwertiges Equipment, das von der Kamera-Hardware bis zur Bildbearbeitungssoftware reicht: Besonders bei Objektiven, Stativen und Fotografie-Zubehör wie Tapeten und Polfilter muss man tief in die Tasche greifen. Die teuren Tools sind für viele Amateur-Fotograf:innen nicht leistbar, gerade wenn diese nur gelegentlich Foto-Aufträge wahrnehmen.

Einer der wichtigsten Punkte, worauf Amateur-Fotograf:innen gerne vergessen, sind Backup-Lösungen. Gerade wenn man unterwegs fotografiert – auf einem Event oder an einem Ort, an dem es keine Lademöglichkeiten gibt – ist es wichtig, gut ausgerüstet zu sein: Hier sind Reserve-Akkus, Speicherkarten, Objektive uvm. nützlich und können einen vor starken Kopfschmerzen bewahren. Viele Profikameras haben heutzutage bereits zwei Kartenslots, die schon während des Fotografierens eine Datensicherung ermöglichen. Gerade bei Events wie Hochzeiten oder Firmenfeiern, können Fotos im Notfall nicht nachgestellt werden, deshalb sind solche Backups unbedingt notwendig.

Weil Fotoausrüstung teuer ist, die Studiomiete hinzukommt und die Ausbildung und Berufserfahrung mitberücksichtigt wird, sind professionelle Fotograf:innen natürlich teurer als Amateure. Doch der Preis ist in den meisten Fällen darauf ausgelegt, die Kosten zu decken. Besonders wenn noch eine Anreise zu einer Shooting-Location hinzukommt, kann der Preis schon mal in die Höhe schießen. Doch ist es der/die Fotograf:in wert? Das kann nur individuell beantwortet werden, doch was einem bei der Entscheidung hilft, sind Referenz-Fotos.

Bevor Sie eine:n professionelle:n Fotograf:in beauftragen, fragen Sie diese:n nach Referenzprojekten, sofern diese nicht sowieso auf der Unternehmenswebsite abgebildet sind. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte, deshalb nehmen Sie sich die Zeit und durchforsten Sie Referenzprojekte, um mehr über die Kenntnisse zu erfahren.

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Amateur-Fotograf:innen

Obwohl Amateur-Fotograf:innen in den meisten Fällen einen Hauptberuf neben der Fotografie ausüben, sollte man sie nicht gleich als „schlechtere“ Fotograf:innen einstufen. Denn viele haben sich in ihrer Freizeit ein Können angeeignet, das – was Kreativität und Bildsprache betrifft – oft gleichwertig ist, wie das eines/r Profi-Fotograf:in. Was sie jedoch als Amateure entlarvt, sind die folgenden Punkte: Zeitlich sind diese oft eingeschränkt, da sie neben einem Vollzeitberuf auch noch Fotografie-Aufträge balancieren müssen. Hochzeiten, die am Wochenende stattfinden, sind hier weniger das Problem. Wenn aber beispielsweise Unternehmens-Fotoshootings beauftragt werden, die während der Arbeitszeit stattfinden sollen, kann es zu Terminkollisionen kommen.

Weiters sind Amateur-Fotograf:innen oft von jeglicher Art von Fotografie begeistert, haben aber kein Spezialgebiet, auf das sie sich konzentrieren. Das ist einerseits hilfreich, wenn es um Motive quer durch die Bank geht. Wenn man aber nur Porträts, Landschafts- oder Sportaufnahmen benötigt, ist man bei einem Profi sicherer. Dieser besitzt auch, wie oben bereits erwähnt, das nötige Equipment, um die Szenerie bestmöglich abzulichten.

Damit Amateur-Fotograf:innen zu Aufträgen kommen, starten Sie oftmals mit einem sehr geringen Preis. Dieses sogenannte „Price Dumping“ sorgt dafür, dass nicht einmal die Kosten abgedeckt werden und professionelle Fotoangebote überirdisch teuer wirken. Doch Professionalität hat ihren Preis – und der sollte auch fair bezahlt werden. Im Preis inbegriffen ist oft auch eine Versicherung, die greift, sollte der Hardware zum Beispiel bei Outdoor-Shootings etwas zustoßen. Klären Sie diese bereits im Vorfeld ab!

Auch wenn Amateur-Fotograf:innen geübt hinter der Kamera sind, ist die Bildbearbeitung ein weiterer Bereich, der professionelle Anbieter auszeichnet. Lichtquellen anzupassen, die Bildschärfe zu optimieren oder unpassende Elemente zu retuschieren sind nur einige Elemente, die im Nachhinein verbessert werden können. Auch wenn es bereits genügend YouTube-Tutorials gibt, wie man solches umsetzt, dauert bei Amateuren üblicherweise länger. Wenn Sie also kurzfristig bearbeitete Fotos brauchen, stellen Sie sicher, dass der/die Fotograf:in darin auch geübt ist.

 

Wenn Sie das nächste Mal darüber nachdenken, eine:n neue/n Fotograf:in zu beauftragen, überlegen Sie sich gut, welche Motive Sie benötigen und ob der/die Fotograf:in diese abdecken kann. Fragen Sie nach Referenzprojekten, um sich vom Können zu überzeugen und nach dem Equipment. Sollten Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, sprechen Sie mit ihm auch über Backup-Lösungen und die Versicherung des Equipments. Wenn Sie diese Punkte im Hinterkopf bewahren, sollten Sie die/den richtige:n Fotograf:in auswählen – egal ob Profi oder Amateur.

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