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blog / Montag 26.01.26

Medienresonanz-Analysen 2026: Ihr Schlüssel zu erfolgreicher PR

Warum die Medienresonanz-Analyse von APA-Comm nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Legitimation von PR-Aktivitäten ist und welche Trends sich 2026 abzeichnen, verraten unsere Expert:innen Michaela Konrath und Tobias Hofferbert im Interview.
Michaela Konrath und Tobias Hofferbert

Was macht Medienresonanz-Analysen (MRA) der APA-Comm im Jahr 2026 so wertvoll für Unternehmen / Organisationen?

Tobias: Die Medienresonanz-Analyse ist eine wissenschaftlich fundierte und hochakzeptierte Methode, die auf der Methodik der Inhaltsanalyse basiert. Eine MRA kann dabei helfen, den Wertbeitrag von PR zum Unternehmenserfolg aufzuzeigen. Unsere Kund:innen haben meist zwei grundlegende Motivationen: Entweder wollen sie die Medienresonanz-Analyse zur Legitimation ihrer Arbeit einsetzen oder sie wollen direkte inhaltliche Schlüsse aus der medialen Performance ableiten, um ihre Kommunikationsaktivitäten in Zukunft zu optimieren.

Unser Analyseverfahren entspricht dem Integrated Evaluation Framework von AMEC. AMEC ist ein Branchenverband, der internationale Standards im Bereich der Media Intelligence setzt und in dem die APA-Comm „full member“ ist.

 

Welche Insights können Unternehmen aus professionellen Medienresonanz-Analysen gewinnen, die sie sonst verpassen würden?

Tobias: Eine wichtige Kennzahl – und für viele unserer Kund:innen am interessantesten – ist die Tonalität. Es wird ausgewertet, ob die Berichterstattung eher positiv oder negativ gewesen ist. Eine der bekanntesten Kennzahlen ist der Werbewert, oder auch Werbeäquivalenzwert genannt. Hier wird ermittelt, wie viel Euro ein redaktioneller Beitrag gekostet hätte, wäre er in entsprechendem Umfang als Werbung geschaltet worden. Wir können diese Kennzahl für alle klassischen Medien und Social Media erheben. Prinzipiell handelt es sich beim Werbewert aufgrund verschiedener Limitierungen um eine kontroverse Kennzahl. Ich möchte hervorheben, dass ein ermittelter Euro-Werbewert nicht dem direkten Gegenwert von PR entspricht. Aber ich sehe den Werbewert als eine legitime Kennzahl, die man bspw. auf der Zeitachse betrachten kann, um künftige Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten.

Meine persönliche Lieblingskennzahl ist der Resonanzquotient. Hier messen wir den Anteil von PR-Beiträgen an der redaktionellen Berichterstattung. Den Resonanzquotienten kann man auch mit weiteren Daten kreuzen und erhält dann besonders interessante Ergebnisse – also bspw. mit der Tonalität. Das nennen wir den Positiv-Initiativquotienten. Damit kann man konkret belegen, welchen Anteil Kommunikationsaktivitäten auf redaktionelle Positiv-Berichterstattung hat. Übrigens: Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 27,7% der redaktionellen Beiträge unserer Kund:innen, die den Resonanzquotient haben erheben lassen, auf aktive Pressearbeit zurückzuführen.

 

Welche neuen Trends beobachtet ihr in der Medienanalyse für 2026? Welche Rolle spielt KI?

Michaela: Mit den technischen Entwicklungen und Innovationen der letzten Jahre und dem Einsatz von KI in allen Bereichen haben sich natürlich auch die Anforderungen an eine Medienresonanz-Analyse verändert. Mittlerweile ist der Anspruch an eine ganzheitliche PR-Evaluierung, über alle Medientypen hinweg, von Print über Online bis Social Media und Radio/TV, gestiegen. Das stellt uns vor die Herausforderung, immer umfassendere, crossmediale Datenmengen auszuwerten. Dank unserer vollumfänglichen Mediendatenbank und dem Einsatz von KI gelingt uns das gut und wir können unseren Kund:innen weiterhin aussagekräftige Ergebnisse liefern. Die KI unterstützt uns dabei u.a. durch Autodetection von Themen, Personen, Unternehmen oder Orten sowie durch automatisierte Sentimentanalysen.

Zudem wird GEO (Generative Engine Optimization) für PR-Verantwortliche zu einem immer wichtigeren Thema und stellt diese vor neue Herausforderungen. Da wollen wir natürlich mit unserer Expertise unterstützen und LLM-Rankings nutzen, um unseren Kund:innen wertvolle Insights mitzugeben. Dafür werden wir in unsere Reportings KPIs integrieren, die auf die Sichtbarkeit eines Unternehmens oder einer Organisation in KI-Suchen fokussieren und aufzeigen, wie oft diese als Quelle für Antworten zu Prompts und Suchen in ChatGPT, GoogleAI etc. zitiert wurden.

Tobias: Einen weiteren Trend, den wir in den vergangenen Jahren beobachten, liegt in der steigenden Individualisierung der Analysedesigns. In der Vergangenheit war es üblich, dass wir ein Standardset an Themenkategorien ausgewertet haben. Heute stimmen wir Themenkategorien häufig individuell mit unseren Kund:innen ab, womit Kommunikationsziele deutlich aussagekräftiger gemessen werden können.

Außerdem ist die Nachfrage nach Analysen, die sehr zeitnah zum Beobachtungszeitraum benötigt werden, gestiegen. Dem kommen wir mit tages- oder wochenaktuellen Analysen entgegen. Darüber hinaus werden Dashboard-Lösungen häufiger angefragt. Während Ergebnisreports früher sehr ausführlich und detailliert waren, wird in der optischen Darstellung heute ein Ansatz verfolgt, der darauf ausgelegt ist, Komplexität zu reduzieren und dennoch alle relevanten Aussagen zu treffen.

Neu im Programm haben wir aktuell den „Personifizierungsgrad“. Hier wollen wir aufzeigen, dass mediale Präsenz von Unternehmensvertreter:innen einen positiven Einfluss auf die Tonalität haben kann.

 

Welche konkreten Bedürfnisse und Herausforderungen haben eure Kund:innen und wie begegnet ihr diesen?

Michaela: Die Herausforderung unserer Kund:innen ist sicher, in der Dichte an Daten und möglichen Kennzahlen das Wesentliche im Blick zu behalten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, vor allem hinsichtlich eingeschränkter zeitlicher und personeller Ressourcen sowie immer knapper werdender Budgets. Mit unseren Media Reports bieten wir eine Produktausprägung der Medienresonanz-Analyse mit niedrigem Einstiegspreis an, die dem Bedürfnis nach kompakten und übersichtlichen Ergebnisberichten nachkommt. Für die Erstellung nutzen wir unser Monitoring- und Analytics-Tool, den PR-Desk, als Grundlage und können so auch große Mengen an Medienbeiträgen schnell und effizient auswerten. So können unsere Kund:innen ihre Ressourcen für andere wichtige Themen einsetzen und bekommen von uns fixfertige Berichte bzw. Präsentationsunterlagen.

Auch wird es für PR-Verantwortliche immer wichtiger, nicht nur die Präsenz zum eigenen Unternehmen, CEO, Marke etc. zu evaluieren, sondern auch die Entwicklungen der Branche im Blick zu haben, um sich darin erfolgreich positionieren zu können. Dafür bieten wir mit Benchmark-Analysen, Share of Voice-Auswertungen oder auch Trendanalysen Lösungen an.

Die Aufnahme zeigt Hänge, die auf einem Laptop tippen
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Auf der Produktseite finden Sie alle Informationen zur Medienresonanz-Analyse von APA-Comm, umfassende FAQ und Kontaktmöglichkeiten, um ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Gerne beraten wir Sie und unterstützen Sie dabei, die optimale Medienanalyse, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse, einzurichten.

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