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blog / Montag 21.03.22

Mobiles Arbeiten und was das für Unternehmen bedeutet

Die Corona-Pandemie hat einen tiefen Eingriff in unsere Arbeitswelt erwirkt und die Art, wie wir miteinander kollaborieren, nachhaltig verändert. Doch was genau musste modifiziert werden, wovon haben wir am meisten profitiert und was waren die größten Stolpersteine? Diese Fragen und mehr beantwortet Michael Kirchberger, Enterprise Agile Coach der APA-Tech, in der neuen Folge von Always On, dem IT-Podcast mit Clemens Prerovsky. Die wichtigsten Takeaways haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Eine neue Meeting-Kultur

Die tiefst gehende Veränderung seit der Pandemie sieht Michael Kirchberger in der Art, wie Unternehmen Meetings abhalten. Als Enterprise Agile Coach ist ihm das besonders bei seinen täglichen Stand-Up-Meetings aufgefallen, die normalerweise ca. 15 Minuten dauern. Seit diese online durchgeführt werden, haben sie sich immens verlängert. Denn oft sind das die einzigen Termine, die Kolleginnen und Kollegen gemeinsam haben und der Zeitpunkt am Tag, wo sie sich austauschen können. Was auch wegfällt, sind physische Boards, die durch digitale Plattformen wie Jira ersetzt werden.

Ablenkung ist vorprogrammiert

Besonders bei Retrospektiven und Workshops, meint Michael Kirchberger, sind wir digital ziemlich eingeschränkt und müssen uns an andere Abläufe gewöhnen. Das bedeutet auch, dass die Aufmerksamkeitsspanne kürzer ist und man von einzelnen Personen nicht verlangen kann, stundenlang ununterbrochen vorm Bildschirm zu sitzen. Bei Präsenz-Workshops lässt er Handys und Laptops gerne weg – das ist bei einem digitalen Format aber nicht möglich. Doch genau diese Geräte sorgen für die stärkste Ablenkung.

Kurze Pausen fehlen

Was besonders Clemens Prerovsky auffällt, ist, dass Termine im Kalender oftmals unmittelbar nacheinander eingetragen werden und inhaltlich gar nicht zusammenpassen. So hat er beispielsweise Controlling-Termine, gefolgt von Team-Stand-Ups, dann einen Pitch usw. mit sehr intensiven thematischen Unterschieden. Dieser neue Arbeitsrhythmus verlangt viel von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Was dabei auch nicht zu unterschätzen ist, sind kurze Pausen, die einem verlorengehen. Bei Präsenz-Workshops werden diese gerne fürs Socializing genutzt – online fallen diese Gespräche schlicht und einfach weg.

Einblick ins Privatleben

Doch nicht alles am mobilen Arbeiten sehen die beiden negativ. Gerade wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zuhause aus tätig sind und kein designiertes Büro haben, ist es erfrischend zu sehen, dass im Hintergrund auch mal eine gemalte Blume oder Maus an der Wand hängt. So lernt man Kolleginnen und Kollegen von einer ganz neuen Seite kennen und bekommt einen Einblick hinter die Kulissen. Wichtig ist es, das Team technisch gut auszustatten und das nötige Equipment auch fürs Homeoffice bereitzustellen.

Digitales Onboarding & Recruiting

Was mittlerweile schon gang und gäbe ist, sind virtuelle Onboardings. Auch in der APA-Tech ist man rasch auf digitales Recruiting umgestiegen und hat besonders Erstgespräche online abgehalten. Die eigentliche Herausforderung ist aber, meint Michael Kirchberger, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein Team virtuell zu integrieren. Dafür werden Buddy-Programme gerne eingesetzt, die nicht nur zum Kennenlernen da sind, sondern auch die Kultur der Firma vermitteln sollen.

Wenn Sie mehr über die Vorteile der neuen, mobilen Arbeitsweise hören möchten und neugierig sind, wie Unternehmen es schaffen können, diese zu einem hybriden Arbeitsmodell weiterzuentwickeln, hören Sie sich jetzt die neue Folge von Always On an!