Von Journalismus hast du sicher bereits schon gehört. Aber was ist das eigentlich? Und warum wird Journalismus überhaupt benötigt? Wir geben dir hier die wichtigsten Basics, bevor du in unseren anderen CheckBar-Modulen selbst wichtige Techniken lernst!
Jugendliche bekommen ihre Nachrichten oft aus Sozialen Medien, YouTube und Streams. Das bestätigte eine Auswertung der EU-Initiative Safer Internet vor ein paar Jahren. Das ist verständlich, weil vor allem Content-Schaffende buntere, spannendere und interaktivere Wege gefunden haben, um News zu vermitteln.
Gleichzeitig zeigt die Studie aber, dass Jugendliche diesen Angeboten nicht so sehr trauen wie klassischen Medien. Auch wenn Zeitungen, Fernsehen und Radio weniger genutzt werden, ist das Vertrauen in sie sehr hoch. Woran liegt das?
Der Journalismus unterscheidet sich oft von den modernen Social-Media-Angeboten. Viele Medien versprechen ihren Leserinnen und Lesern, dass sie sauber recherchieren und immer aufzeigen, woher sie ihre Quellen haben. Auch Meinung wird oft gekennzeichnet, damit du den Unterschied erkennen kannst. Bei Streams oder YouTube-Videos verschwimmt oft eigene Meinung oder sogar Werbung mit Fakten. Das kann dazu führen, dass Zusehende beeinflusst werden.
Für die österreichischen Medien gibt es einen Presserat und einen Ehrenkodex. Hier findest du eine Liste aller Medien, die nach deren Regeln arbeiten. Sie versprechen, dass sie dadurch sehr vorsichtig arbeiten. Wenn sie das nicht tun, kann sich jeder beim Presserat beschweren. Der Presserat prüft dann den Vorfall und ermahnt das Medium in einem öffentlichen Statement, wenn es wirklich einen Fehler gemacht hat. Dadurch wird sichergestellt, dass alle sauber recherchieren und veröffentlichen. Alle veröffentlichten Ermahnungen findest du hier.
Was aber versprechen viele Medien im Journalismus? Hier ein paar Beispiele der journalistischen Grundsätze (Standards):
Die österreichische Medienszene ist sehr vielfältig. Es gibt Medien, die sehr trockene Texte schreiben, und andere Zeitungen, die eher reißerisch und unterhaltsam formulieren. Du kannst selbst entscheiden, welche Texte du am besten findest und woher du deine Informationen holen kannst.
Allerdings müssen natürlich auch die Medien selbst Formate finden, die du magst. CheckBar.at ist zum Beispiel so ein Versuch, um Jugendlichen Informationen über eine interaktive und bunte Webseite zu vermitteln.
„Sagen, was ist“ – das ist ein beliebtes Zitat, wenn man über die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten spricht. Diese beantworten zu wichtigen Vorfällen gerne die sogenannten W-Fragen. Dazu gehört:
Wir werden dir auf dieser Seite nicht sagen, welchen Medien du vertrauen sollst. Wir zeigen dir, wie du selbst viele Informationen überprüfen kannst. In den anderen Modulen lernst du Schritt für Schritt, wie auch die journalistischen Profis beim Überprüfen vorgehen.
Vorerst reicht es einmal, wenn du dir die oben genannten W-Fragen einprägst. Die kannst du nämlich auch selbst anwenden, zum Beispiel wenn du Bilder und Videos überprüfst. Auf unserem Poster haben wir dir zusammengefasst, wie du die W-Fragen dort einsetzen kannst!
Sehr oft wird Medien vorgeworfen, dass sie nur schlechte Nachrichten verbreiten. Das ist berechtigte Kritik, mittlerweile leben wir in einer richtigen Flut an Informationen. Viele davon sind auch wirklich nicht schön zu lesen.
Allerdings berichten Medien meistens alles, was außergewöhnlich ist. Also eher das, was nicht so oft passiert. Stell dir vor, wie schrecklich die Welt sein müsste, wenn Medien über das Schöne berichten, weil es das Außergewöhnliche ist.
Dennoch fangen immer mehr Medien damit an, auch vermehrt Good News zu berichten, quasi als Auflockerung zwischendurch. Deshalb gibt es hier ein Bild von einer Katze, bevor du zu den Grundlagen des Faktencheckens weitergehst.
In den Grundlagen des Journalismus hast du gerade gelernt, wie vorsichtig dort gearbeitet wird. Faktenchecken (auch Fact-Checking oder Faktenprüfung genannt) ist eine spezielle Form von Journalismus, die nochmal viel strenger vorgeht, als es die journalistischen Standards erfordern.
Das Ziel von Fact-Checking ist es, Menschen wichtige Quellen zu zeigen, damit sie selbst alles überprüfen und sich ein Bild machen können. Ein Faktencheck behauptet also gar nichts, er ist einfach ein Wegweiser im Internet, der Interessierte zu den relevanten Daten, Statistiken und Belegen schickt.
Tatsächlich ist der Begriff „Faktencheck“ in den letzten Jahren sehr wichtig geworden und gleichzeitig sehr umstritten. Sehr viele Leute behaupten gerne, die Wahrheit zu wissen und kritisieren alle anderen, die ihnen widersprechen. Deswegen nennen auch viele Personen oder dubiose Medien ihre Texte Faktenchecks, obwohl sie in Wirklichkeit Meinungen verbreiten.
Richtige Faktencheckerinnen und Faktenchecker versprechen aber, nach ganz strengen Kriterien zu recherchieren. Auch hier gibt es ähnlich zum Presserat Organisationen, die überprüfen, ob diese Personen wirklich ordentlich arbeiten. Es gibt zum Beispiel das weltweite Faktencheck-Netzwerk IFCN und das europäische EFCSN, bei dem sich Faktencheck-Teams anmelden können, wenn sie es ernst meinen. Unabhängige Expertinnen und Experten überprüfen dann jedes Jahr, ob wirklich alle Regeln eingehalten werden. Angenommen du würdest einen Fehler in einem Faktencheck entdecken, könntest du dort eine Beschwerde hinschreiben.
In Österreich sind nur die Faktencheck-Teams von der APA – Austria Presse Agentur und von Medizin Transparent bei diesen Netzwerken dabei.
Aber was macht Faktenchecks jetzt so besonders? Und was unterscheidet Fakten von Fake News? Das erklärt dir in diesem Video Florian, der Leiter des Faktencheck-Teams der APA.
Zusammengefasst:
Dann bist du auf CheckBar.at vollkommen richtig, wir zeigen dir alle wichtigen Tipps und Werkzeuge. Gerade bei Bildern und Videos kannst du auch ohne Tools vieles mit Logik überführen. Es gibt hier vor allem vier Grundsätze des Verifizierens:
Wenn du diese Grundsätze im Kopf behältst, können dich Fakes schon viel schwieriger hinters Licht führen. In unserem Animationsvideo erklärt dir unser Maskottchen Checky nochmal alles, was du wissen musst.
Alles weitere lernst du in unseren anderen Modulen!
Bediene dich an unserer Bar!