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news/APA/Montag, 22.02.21, 12:19:38

Win­ter bescher­te Texa­nern „astro­no­mi­sche” Stromrechnungen

Im US-Staat Texas haben das Win­ter­wet­ter der ver­gan­ge­nen Tage und Eng­päs­se bei der Ener­gie­ver­sor­gung den Ein­woh­nern explo­si­ons­ar­tig ange­stie­ge­ne Strom­rech­nun­gen beschert. Gou­ver­neur Greg Abbott such­te nach Lösun­gen, die Betrof­fe­nen bei den in die Höhe geschos­se­nen Kos­ten zu unter­stüt­zen, wie sein Büro am Sonn­tag (Orts­zeit) mit­teil­te. Medi­en­be­rich­ten zufol­ge stie­gen die Strom­rech­nun­gen vie­ler Texa­ner um ein Viel­fa­ches auf Tau­sen­de US-Dol­lar an.
APA/APA (AFP)/JUSTIN SULLIVAN

Ein Mann in einem Vor­ort der Metro­po­le Dal­las habe eine Rech­nung von knapp 16.752 US-Dol­lar (etwa 13.830 Euro) erhal­ten, berich­te­te die „New York Times”. Der Strom­markt in dem Staat im Süden der USA ist stark dere­gu­liert und bei bestimm­ten Anbie­tern an den schwan­ken­den Groß­han­dels­preis gebun­den. Als infol­ge des Extrem­wet­ters vie­ler­orts der Strom aus­fiel und die Nach­fra­ge das Ange­bot über­stieg, habe dies bei betrof­fe­nen Kun­den zu einem „astro­no­mi­schen” Anstieg der Kos­ten geführt, schrieb das Blatt. Wei­te­re Ein­woh­ner von Texas stell­ten ihre oft Tau­sen­de US-Dol­lar betra­gen­den Rech­nun­gen bei sozia­len Medi­en ins Netz.

Sie soll­ten Abbott zufol­ge nicht allein auf den Kos­ten sit­zen blei­ben. Man suche in dem Fall nach Lösun­gen, kün­dig­te sein Büro an. Bis dahin wer­de Betrof­fe­nen bei Nicht­zah­lung der Rech­nung kein Strom abge­stellt. Zudem soll­ten Anbie­ter zunächst kei­ne wei­te­ren Rech­nun­gen ausstellen.

Texas war von dem US-Win­ter­sturm in den ver­gan­ge­nen Tagen am stärks­ten betrof­fen. Mehr als vier Mil­lio­nen Haus­hal­te waren nach Schnee­fall und eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren zeit­wei­se ohne Strom. Behör­den­an­ga­ben zufol­ge waren am Sonn­tag noch immer Haus­hal­te von der Ver­sor­gung abgeschnitten.