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news/APA/Montag, 14.09.20, 08:58:16

WHO warnt vor Anstieg der euro­päi­schen Covid-Todes­fall­zah­len

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO rech­net mit einer Zunah­me der täg­li­chen Coro­na-Todes­fäl­le in Euro­pa im Okto­ber und Novem­ber. „Es wird här­ter wer­den”, sag­te der WHO-Regio­nal­di­rek­tor für Euro­pa, Hans Klu­ge, am Mon­tag. Der­zeit steigt die Zahl der Neu­in­fek­tio­nen mit dem Virus in Euro­pa an, die Zahl der täg­li­chen Todes­fäl­le ist hin­ge­gen bis­her rela­tiv sta­bil geblie­ben.
APA/APA (AFP)/IDA GULD­BAEK ARENT­SEN

Die Welt wol­le der­zeit sol­che schlech­ten Nach­rich­ten nicht hören, „und ich ver­ste­he das”, sag­te Klu­ge. Doch im Okto­ber und Novem­ber „wer­den wir einen Anstieg der Sterb­lich­keit beob­ach­ten”.

Der in Kopen­ha­gen ansäs­si­ge WHO-Funk­tio­när warn­te davor, zu gro­ße Erwar­tun­gen in Impf­stof­fe zu set­zen. „Ich höre die gan­ze Zeit: „Der Impf­stoff wird das Ende der Pan­de­mie sein”. Natür­lich nicht!”, sag­te der Bel­gi­er.

Bis­her sei unklar, ob ein Impf­stoff allen Bevöl­ke­rungs­grup­pen hel­fen kön­ne. Es gebe Anzei­chen dafür, dass ein Impf­stoff eini­gen Grup­pen hel­fen kön­ne, ande­ren wie­der­um nicht. „Wenn wir dann auch noch ver­schie­de­ne Impf­stof­fe bestel­len müs­sen, was für ein logis­ti­scher Alp­traum!”, sag­te Klu­ge.

Die Zahl der Coro­na-Infek­ti­ons­fäl­le in Euro­pa ist in den ver­gan­ge­nen Wochen stark gestie­gen, vor allem in Spa­ni­en und Frank­reich. Allein am Frei­tag wur­den in den 55 Län­dern der WHO in Euro­pa mehr als 51.000 neue Fäl­le gemel­det – mehr als auf dem bis­he­ri­gen Höhe­punkt der Infek­ti­ons­zah­len im April.