apa.at
news/APA/Samstag, 21.11.20, 14:47:23

Ver­län­ge­rung der Coro­na­hil­fen auf dem Weg

Finanz­mi­nis­ter Ger­not Blü­mel und Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Kös­tin­ger (bei­de ÖVP) haben am Sams­tag betont, dass die Coro­na­hil­fen der Umsatz­steu­er­sen­kung, des Haf­tungs­pa­kets und der Steu­er­stun­dun­gen ver­län­gert wer­den. Neu ist, dass die Umsatz­steu­er für Covid-Tests und Imp­fun­gen gestri­chen, also auf 0 Pro­zent gesenkt wird. Die dafür not­wen­di­gen Anträ­ge sind in der Natio­nal­rats­sit­zung am Frei­tag ein­ge­bracht worden.
APA/GEORG HOCH­MUTH

Die Ermä­ßi­gung der Umsatz­steu­er von 5 Pro­zent in der Gas­tro­no­mie, Hotel­le­rie und Kul­tur wird bis 31. Dezem­ber kom­men­den Jah­res ver­län­gert. Zudem sol­len bis Ende 2021 alle Spei­sen und Geträn­ke in der Gas­tro­no­mie die­sem begüns­tig­ten Steu­er­satz von 5 Pro­zent unter­lie­gen. Ins­ge­samt wür­den Kul­tur und Tou­ris­mus um rund 1,5 Mrd. Euro ent­las­tet, es gehe dar­um Insol­ven­zen zu vermeiden.

Von 15. Jän­ner auf 31. März 2021 ver­län­gert und neu gewährt wer­den sol­len bestehen­de Abga­ben­stun­dun­gen. Im sel­ben Zeit­raum sol­len auch kei­ne Stun­dungs­zin­sen und Säum­nis­zu­schlä­ge fest­ge­setzt werden.

Bis Ende März ver­län­gert wer­den sol­len auch die Steu­er­be­güns­ti­gun­gen für Arbeit­neh­mer trotz Kurz­ar­beit, Tele­ar­beit oder Qua­ran­tä­ne. So soll die Pend­ler­pau­scha­le auch trotz allem voll gewährt wer­den. Sel­bi­ges gilt für Zula­gen wie etwa Erschwer­nis und Gefahr.

Auch im Kalen­der­jahr 2021 soll für Zei­ten der Kurz­ar­beit bei der Berech­nung des Jahres­sechs­tels ein pau­scha­ler Zuschlag von 15 Pro­zent berück­sich­tigt wer­den. Die Kurz­ar­beit wirkt sich auf die Berech­nung des soge­nann­ten Jahres­sechs­tels bei der Ein­kom­mens­steu­er­be­rech­nung aus. Mit der Ver­län­ge­rung der begüns­tig­ten Besteue­rung soll ver­hin­dert wer­den, dass jener Teil des Weih­nachts­gel­des, der über dem (auf­grund der Kurz­ar­beit) nied­ri­ge­ren Jahres­sechs­tel liegt, nach Tarif ver­steu­ert wer­den muss. Mit einer Besteue­rung von 6 Pro­zent im kom­men­den Jahr wird abge­wandt, das lau­fen­de Gehäl­ter sinken.

Bei der USt-Sen­kung für Coro­na­tests und ‑Imp­fun­gen sind die Lie­fe­rung, der inner­ge­mein­schaft­li­che Erwerb und die Ein­fuhr von COVID-19-In-vitro-Dia­gnos­ti­ka und COVID-19-Impf­stof­fen, sowie eng mit die­sen Dia­gnos­ti­ka oder Impf­stof­fen zusam­men­hän­gen­de sons­ti­ge Leis­tun­gen sind bis 31. Dezem­ber 2022 umfasst. Dies gilt 20 Tage nach Ermög­li­chen auf euro­päi­scher Ebe­ne, was noch erfol­gen muss.

„Allein an Steu­er­stun­dun­gen wur­den aktu­ell 6,4 Mil­li­ar­den Euro geneh­migt. Die­ses Geld ver­bleibt in den Betrie­ben und erhöht die Liqui­di­tät”, so Finanz­mi­nis­ter Blü­mel. „Gas­tro­no­mie, Hotel­le­rie, Rei­se­bü­ros, Frei­zeit- und Ver­an­stal­tungs­be­trie­be gehö­ren nach wie vor zu den Haupt­be­trof­fe­nen der Coro­na­kri­se”, erin­nert Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin Kös­tin­ger. „Ange­sichts der anhal­tend schwie­ri­gen Situa­ti­on ist es wich­tig, dass wir die­se Bran­chen wei­ter­hin unterstützen.”