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news/APA/Freitag, 02.01.26, 15:04:42

TopEasy – Nachrichtenüberblick in einfacher Sprache 02.01.2026

Hier finden Sie einen Nachrichtenüberblick in einfacher Sprache (Sprachniveau B1).
Laurence Mouton / PhotoAlto / picturedesk.com
Auf dem Bild sieht man Menschen vor dem Bereich, in dem das Feuer an der Schweizer Bar ausbrach, trauern.
40 Tote bei Brand in Bar in Crans-Montana

In einer Bar in dem Schweizer Skiort Crans-Montana ist es zu Silvester zu einer schrecklichen Brandkatastrophe gekommen. Rund 40 Menschen sind dabei gestorben. 80 bis 100 Verletzte befanden sich am Freitag noch in kritischem Zustand. Die Zahl der Toten könnte also noch steigen. Viele haben schwere Verbrennungen. Die Identifizierung der Opfer wird noch länger dauern. Österreicher sollen nicht unter den Opfern sein.

Wie es zu dem Brand in der Bar kam, weiß man noch nicht. Die meisten Opfer sind junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Durch die Katastrophe sind die betroffenen Spitäler unter Druck. Einige Personen kamen trotz Freizeit zur Arbeit. Viele Länder boten ihre Hilfe an, darunter auch Österreich.

Trump droht Iran wegen Vorgehen gegen Demonstranten

Im Iran protestieren seit Tagen viele Menschen wegen der schlechten Wirtschaftslage. Dabei sind bereits mehrere Menschen gestorben. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nun damit gedroht, einzugreifen. Wenn friedliche Demonstranten getötet werden, werden die USA ihnen helfen kommen, schrieb Trump am Freitag in einem Online-Netzwerk. Der Iran wies eine Einmischung entschieden zurück.

Besitzer kleiner Geschäfte hatten am Sonntag begonnen, gegen die hohe Inflation zu protestieren. Die Proteste breiteten sich rasch auf das ganze Land aus. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. 7 Menschen starben. Es ist die größte Protest-Welle im Iran seit Jahren.

Auf dem Bild sieht man Menschen bei den Protesten im Iran.
Auf dem Bild sieht man jemanden bei der Anmeldung in einer Filiale vom Arbeitsmarktservice (AMS).
Wieder Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember

Im Dezember ist die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen. Ende Dezember waren 434.572 Menschen arbeitslos oder in einer AMS-Schulung. Das waren um 2 Prozent oder 8.560 Personen mehr als im Dezember 2024. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ging zuletzt aber langsamer. Außerdem waren im Vergleich zum Vorjahr mehr Menschen beschäftigt. Es haben auch mehr Menschen Arbeit gesucht als im Vorjahr.

Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit deutlich stärker an als bei den Männern. Das liegt laut Arbeitsministerium auch an der schrittweisen Anhebung des Pensionsalters bei Frauen. Die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen stieg stark an. Leicht verbessert hat sich der Bereich der Jugend-Arbeitslosigkeit.

Erklärung: AMS

AMS ist die Abkürzung für Arbeitsmarkt-Service. Wer in Österreich Arbeit sucht und Arbeitslosen-Geld bekommen will, muss sich beim AMS melden. Das AMS hilft Menschen, Arbeit zu finden. Das AMS rechnet auch immer aus, wie viele Menschen in Österreich als arbeitslos gemeldet sind.

Ex-Finanzminister Grasser bekam Fußfessel

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist am Freitag vom Gefängnis in den Hausarrest überstellt worden. Er muss nun eine Fußfessel tragen und sich vorwiegend in seinem Zuhause in Kitzbühel aufhalten. Grasser war seit Juni in Innsbruck im Gefängnis. Nach der Hälfte seiner Strafe könnte er bedingt entlassen werden.

Der 57-Jährige wurde im sogenannten Buwog-Prozess zu 4 Jahren Haft verurteilt. In dem Prozess ging es um Korruption in Zusammenhang mit dem Verkauf von 60.000 Wohnungen der staatlichen Buwog an die private Immofinanz-Gruppe im Jahr 2004. Damals war Grasser Finanzminister.

Auf dem Bild sieht man Karl-Heinz Grasser.
Auf dem Bild sieht man die Justizanstalt Innsbruck.
Mehr Geld für Häftlinge im neuen Jahr

In Österreich müssen Häftlinge arbeiten, sofern sie dazu fähig sind. Sie bekommen dafür auch etwas Geld. Der ausbezahlte Stundenlohn steigt heuer im Durchschnitt um 9 Cent auf 2,09 Euro. Das Justizministerium möchte bald umsetzen, dass sich die Lohnerhöhung für die Häftlinge nach den durchschnittlichen Gehalts-Abschlüssen richtet.

Im Vorjahr waren zwischen Jänner und November 5.083 Menschen in Gefängnissen verpflichtet, zu arbeiten. Heuer bekommen diese Menschen 8,15 Euro pro Stunde für leichte Hilfsarbeiten. Für Facharbeiten gibt es 11,20 Euro pro Stunde. Ungefähr 75 Prozent von diesem Lohn behalten die Gefängnisse aber ein.

Bub verlor in Wien bei Böller-Unfall mehrere Finger

In Wien-Donaustadt hat sich am Neujahrstag ein 10 Jahre alter Bub durch einen Böller schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich in einer Wohnhaus-Anlage. Der Bub dürfte gemeinsam mit seinem Bruder den Böller gefunden und angezündet haben. Dabei explodierte dieser und trennte dem Buben mehrere Finger ab. Er wurde von der Rettung versorgt und in ein Spital gebracht.

Bei einem weiteren Zwischenfall in Wien verletzte sich ein älterer Mann in seiner eigenen Wohnung schwer. Er dürfte mit einer Waffe hantiert haben. Dabei löste sich ein Schuss. Die Patrone ging durch den Oberschenkel, die Kniescheibe und den Unterschenkel. Wie Polizei mitteilte, war die Waffe nicht gemeldet. Der Mann wurde angezeigt.

Auf dem Bild sieht man einen Rettungswagen während eines Einsatzes.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

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