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news/APA/Mittwoch, 11.05.22, 17:31:16

Tizi­an-Gemäl­de für 4,8 Mio. Euro im Doro­the­um versteigert

Ein lan­ge ver­schol­le­nes Tizi­an-Gemäl­de ist am Mitt­woch­abend für 4,8 Mio. Euro im Wie­ner Doro­the­um ver­stei­gert wor­den. „Die büßen­de Mag­da­le­na” erziel­te als High­light der Auk­ti­on „Gemäl­de Alter Meis­ter” damit einen der höchs­ten Auk­ti­ons­prei­se welt­weit für den Künst­ler, wie es in einer Aus­sendung hieß. Der Schätz­wert betrug 1 bis 1,5 Mio. Euro.
APA/APA/DOROTHEUM

„Die büßen­de Mag­da­le­na” sei das erfolg­reichs­te und über vier Jahr­zehn­te immer wie­der leicht vari­ier­te Bild­the­ma im Schaf­fen von Tizia­no Vecel­lio, genannt Tizi­an (1485/90–1576), gewe­sen. Die nun zum Ver­kauf ange­bo­te­ne Ver­si­on wur­de erst jüngst von Kunst­his­to­ri­kern ent­deckt. Dem­nach ist das 115 x 96,7 Zen­ti­me­ter gro­ße Bild „eines der feh­len­den Glie­der in der Ket­te von Tizi­ans Werkgeschichte”.

Das Gemäl­de des vene­zia­ni­schen Barock­ma­lers hat eine beweg­te Geschich­te hin­ter sich. Es war einst Teil der Samm­lun­gen von Köni­gin Chris­ti­na von Schwe­den (1629–1689) und Her­zog Phil­ipp II. von Orlé­ans (1674–1723). Zuvor noch gehör­te es mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit zur Samm­lung des Hei­li­gen Römi­schen Kai­sers Rudolf II. in Prag und gelang­te wäh­rend des 30-jäh­ri­gen Krie­ges in schwe­di­schen Besitz. Zuletzt befand es sich über Jahr­zehn­te in pri­va­ter Hand.

(S E R V I C E – )