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news/APA/Montag, 03.05.21, 22:15:51

Thiem bei Come­back mit guten Erin­ne­run­gen an „Caja Magica”

Vier Wochen vor Beginn der Pari­ser Ten­nis-French-Open bie­tet das Mas­ters-1000-Tur­nier in Madrid schon einen klei­nen Vor­ge­schmack auf das zwei­te Grand-Slam-Tur­nier des Jah­res. Der Welt­rang­lis­ten­ers­te Novak Djo­ko­vic hat sei­ne Nen­nung zwar zurück­ge­zo­gen und auch Roger Fede­rer pau­siert noch, doch die übri­gen zehn Spie­ler aus den Top Zwölf bewer­ben sich um den Tri­umph in der „Caja Magi­ca”. Für Domi­nic Thiem wird es bei sei­nem Come­back-Tur­nier damit nicht einfacher.
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Der 27-Jäh­ri­ge hat beim Sand­platz-Hit in Madrid zwei­mal das Fina­le und ein­mal das Semi­fi­na­le erreicht und trifft nach rund sie­ben Wochen Pau­se nach einem Frei­los nicht vor Diens­tag auf den Sie­ger des Qua­li­fi­kan­ten-Duells des Spa­ni­ers Pablo Andujar mit dem US-Ame­ri­ka­ner Mar­cos Giron. Am Wochen­en­de prä­sen­tier­te Thiem gute Erin­ne­run­gen ans Tur­nier: „Die Bedin­gun­gen pas­sen bes­tens für mein Spiel.” Der zwei­fa­che Madrid-Fina­list nimmt Moti­va­ti­on dar­aus, dass vor Zuschau­ern gespielt wird.

Thiem glaubt, dass er wahr­schein­lich bes­ser in Schuss ist als vor zwölf Mona­ten. Da war die ATP-Tour zu Beginn der Coro­na­kri­se frei­lich in einer mona­te­lan­gen Pau­se gewe­sen. Der US-Open-Gewin­ner denkt, dass Nadal wie­der der zu schla­gen­de Spie­ler sein wird. Den Spa­ni­er hat er in Madrid im Vier­tel­fi­na­le 2018 schon ein­mal besiegt. „Ich den­ke, dass er sein Spiel kon­stant ver­bes­sert”, mein­te Thiem. „Das braucht es auch, um erfolg­reich zu sein. Und des­halb ist er auch ein sol­ches Vorbild.”

Öster­reichs kla­re Num­mer eins hält heu­er gera­de ein­mal bei fünf Match-Erfol­gen auf der Tour, dem ste­hen vier Nie­der­la­gen gegen­über. Zum Ver­gleich: Der Grie­che Ste­fa­nos Tsit­si­pas und der Rus­se Andrej Rublew sind heu­er schon je 26-mal als Sie­ger ans Netz gegan­gen, nicht zufäl­lig daher füh­ren die bei­den auch das „Race to Turin” an. Thiem liegt da als 53. aktu­ell ledig­lich in der Kate­go­rie „fer­ner spiel­ten”. Tsit­si­pas spielt zum drit­ten Mal in Madrid, 2019 stand er im Endspiel.

Der 22-Jäh­ri­ge sitzt Thiem in der Welt­rang­lis­te im Nacken, das vor allem auf­grund sei­nes Pre­mie­ren-Tri­um­phes auf Niveau der Mas­ters-1000-Tur­nie­re in Mon­te Car­lo. Danach in Bar­ce­lo­na fehl­te Tsit­si­pas gegen Nadal nur ein Punkt, um nach­zu­dop­peln. Nadal wie­der­um hat für sei­ne Ver­hält­nis­se erst mage­re fünf Titel in Madrid ste­hen, aller­dings erreich­te er bis auf 2012 immer das Vier­tel­fi­na­le. In sei­nem Auf­takt­match könn­te es zum inter­es­san­ten Duell mit sei­nem jun­gen Lands­mann Car­los Alca­raz kommen.

Wie Thiem kehrt auch Daniil Med­we­dew auf die Tour zurück, beim Welt­rang­lis­ten-Drit­te war die Pau­se mit einem posi­ti­ven Coro­na-Test begrün­det. Grund­sätz­lich hat der Rus­se auf Sand aber eine beschei­de­ne Bilanz. Da wird mit dem Süd­ti­ro­ler Miami-Fina­list Jan­nik Sin­ner oder dem nor­we­gi­schen Mon­te-Car­lo- und Mün­chen-Halb­fi­na­list Casper Ruud womög­lich mehr zu rech­nen sein. Etli­che Asse wie Tsit­si­pas, Med­we­dew und Alex­an­der Zver­ev spie­len übri­gens Dop­pel, womög­lich als Olympia-Test.