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news/APA/Freitag, 16.10.20, 13:36:40

„stei­ri­scher herbst” fei­ert Erfolg mit „Para­noia TV”

Die Macher des „stei­ri­schen herbsts” haben am Frei­tag zufrie­den Bilanz gezo­gen. „Wir haben mit dem kom­plet­ten Umdeu­ten den Nerv der Zeit getrof­fen”, ver­kün­de­te Inten­dan­tin Eka­te­ri­na Degot erfreut. Das Fes­ti­val, das als „Para­noia TV” groß­teils vir­tu­ell statt­fand, ver­zeich­ne­te laut Degot gro­ßen Zuspruch. Der Fokus lag mit 55 Auf­trags­ar­bei­ten von über 50 Kunst­schaf­fen­den auch heu­er auf Neu- und Eigen­pro­duk­tio­nen, hieß es anläss­lich der Abschluss-Pres­se­kon­fe­renz.
APA/KARIN ZEHET­LEIT­NER

Der stei­ri­sche herbst muss­te heu­er ab März wegen der Ein­schrän­kun­gen durch Coro­na-Maß­nah­men sein Pro­gramm kom­plett ändern und weit­ge­hend auf ande­re For­ma­te aus­wei­chen. „Wir haben wich­ti­ge neue Gen­res und hybri­de For­men ent­deckt”, zeig­te Degot die posi­ti­ve Sei­te der Ände­run­gen auf. Ent­stan­den ist der fik­ti­ve Medi­en­kon­zern „Para­noia TV”, der Talk­shows, Seri­en, Fil­me und Online-Spie­le anbot. Rund 25.000 Besu­cher aus 117 Län­dern haben 65.863 Mal dar­auf zuge­grif­fen.

Auch die Live­streams und deren Auf­zeich­nun­gen auf Face­book erfreu­ten sich gro­ßer Beliebt­heit, unge­fähr 11.500 Men­schen sahen sich die­se Arbei­ten an. Die „künst­le­ri­schen Inter­ven­tio­nen und Instal­la­tio­nen” wie Akin­bo­de Akin­biy­is Foto­au­to­mat wur­den von 8.000 Inter­es­sier­ten besucht. Aber auch das Par­al­lel­pro­gramm wie das Lite­ra­tur­fes­ti­val „Out of Joint” im Gra­zer Lite­ra­tur­haus brach­te es auf mehr als 20.000 Zuschau­er.

Auf­grund des gro­ßen Erfol­ges von „Para­noia TV” wur­de beschlos­sen, die App und die Web­site bis 31. Dezem­ber zu betrei­ben. Die Inhal­te wer­den dann ins­ge­samt 100 Tage lang abruf­bar gewe­sen sein. Auch der Foto­au­to­mat wird wei­ter in Funk­ti­on blei­ben, aller­dings in Ber­lin bei Savy Con­tem­pora­ry. In Graz haben sich in die­sem Auto­mat rund 3.000 Per­so­nen ein Foto von sich kom­bi­niert mit Stadt­bil­dern aus­dru­cken las­sen.

In eini­gen Mona­ten soll eine Publi­ka­ti­on erschei­nen, die sich ver­tie­fend mit den Fes­ti­valthe­men aus­ein­an­der­setzt. Der Band bringt phi­lo­so­phi­sche, his­to­ri­sche und künst­le­ri­sche Tex­te, die dafür in Auf­trag gege­ben wur­den. In wel­cher Form das nächs­te Fes­ti­val geplant wird, konn­te Eka­te­ri­na Degot am Frei­tag noch nicht sagen. Fest steht, dass es von 23. Sep­tem­ber bis 17. Okto­ber 2021 statt­fin­den wird.