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news/APA/Mittwoch, 07.04.21, 12:59:17

Stei­er­mark prä­sen­tiert sich in Pavil­lon am Heldenplatz

Ein mobi­ler Pavil­lon mit groß­flä­chi­gen Film­pro­jek­tio­nen ist als Teil der Stei­er­mark-Schau am Mitt­woch am Wie­ner Hel­den­platz eröff­net wor­den. Der­zeit ist die Aus­stel­lung Lock­down-bedingt nur vir­tu­ell zugäng­lich. Die 24 Kurz­fil­me zu Land­schaf­ten in der Stei­er­mark wer­den ergänzt von State­ments und Erin­ne­run­gen von Per­sön­lich­kei­ten aus Kunst und Wis­sen­schaft. „Die Schau ist eine Lie­bes­er­klä­rung an die Stei­er­mark”, zeig­te sich Kul­tur­lan­des­rat Chris­to­pher Drex­ler (ÖVP) begeistert.
APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

Die Stei­er­mark-Schau umfasst Aus­stel­lun­gen in drei Gra­zer Muse­en (Geschich­te, Volks­kun­de, Kunst­haus), als vier­ter Schau­platz wur­de der 800 Qua­drat­me­ter gro­ße Pavil­lon als mobi­le Kunst­hal­le kon­zi­piert. Im Ein­gangs­be­reich begrüßt Schau­spie­le­rin Agla­ia Szy­sz­ko­witz vir­tu­ell das Publi­kum und führt durch die Hal­le. Das Herz­stück stellt eine 50 Meter lan­ge Pan­ora­mal­ein­wand dar, auf der die Künst­le­rin­nen und Künst­ler ihre Sicht auf das Bun­des­land unter dem Mot­to „Wer wir sind” zei­gen. Gebo­ten wer­den Pan­ora­ma­bil­der der aktu­el­len Stei­er­mark in einer monu­men­ta­len Rund­u­man­sicht. Unge­wöhn­li­che Bli­cke gibt es unter ande­rem auf Mur, Erz­berg, Rie­gers­burg oder den Ring in Spiel­berg bis zu Fich­ten­wäl­dern, Moo­ren, Geschäfts­por­ta­len, Sozi­al­ein­rich­tun­gen, Zug­fahr­ten, Grenz­land­schaf­ten oder auch auf die Far­ben des Horizonts.

Auf ande­ren Lein­wän­den erzäh­len Per­sön­lich­kei­ten von ihrem Bezug zur Stei­er­mark. 15 Jah­re nach der letz­ten Lan­des­aus­stel­lung will man damit „die Viel­falt der Stei­er­mark” dar­stel­len, erläu­ter­te Drex­ler. Der Pavil­lon selbst sei ein „ganz beson­de­res neu­es For­mat der Stei­er­mark­aus­stel­lung für das 21. Jahrhundert”.

Kon­zi­piert wur­de der Raum von Alex­an­der Kada, der die Aus­stel­lung als eine „Zusam­men­schau aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln” wahr­nahm. Die Idee sei gewe­sen, auch den öffent­li­chen Raum zu bespie­len und dabei „Land­schaf­ten im kon­kre­ten, aber auch über­tra­ge­nen Sinn zu zei­gen”. Durch die Pan­ora­mal­ein­wand, aber auch die Sound­land­schaf­ten und das Licht­de­sign „neh­men sich Besu­cher als Teil des­sen, was sie sehen, war”, führ­te Kada aus. Das Gebäu­de selbst ist durch spe­zi­el­le Mem­bra­nen im Außen­be­reich bereits eine Lichtinstallation.

„Land­schaf­ten sind unse­re Lebens­grund­la­gen”, sag­te Kura­to­rin Astrid Kury. „Wir zei­gen Ver­tie­fun­gen zu Land­schaf­ten, Ein­bli­cke in die Viel­falt der Sprach­land­schaft, wir erin­nern an NS-Ter­ror, zei­gen All­tag und stel­len Zukunfts­räu­me vor.” Dar­aus sei ein „Pan­ora­ma der Offen­heit und Viel­falt” ent­stan­den. Die Aus­stel­lung ist groß­teils drei­spra­chig, und zwar deutsch, eng­lisch und slo­we­nisch. Lan­des­haupt­mann Her­mann Schüt­zen­hö­fer (ÖVP) bezeich­ne­te die Stei­er­mark als „idea­len Nähr­bo­den für eine abwechs­lungs­rei­che Kul­tur­sze­ne, die auch Wider­spruch nicht scheut”. 

Ins­ge­samt haben an der Aus­stel­lung im mobi­len Pavil­lon 78 Künst­ler und Künst­le­rin­nen mit Stei­er­mark-Bezug mit­ge­wirkt, es han­delt sich aus­schließ­lich um Auftragsarbeiten.

(S E R V I C E – „Wer wir sind”. Mobi­ler Pavil­lon zur Stei­er­mark-Schau am Wie­ner Hel­den­platz. Ab 8. Mai in Hart­berg, Spiel­berg, Schlad­ming und Bad Radkersburg. )