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news/APA/Mittwoch, 24.11.21, 11:03:17

Staats­an­walt­schaft stellt Ermitt­lun­gen in Cau­sa-Ischgl ein

Die Inns­bru­cker Staats­an­walt­schaft hat die straf­recht­li­chen Ermitt­lun­gen in der Cau­sa Ischgl ein­ge­stellt. „Es kommt zu kei­ner Ankla­ge”, teil­te die Behör­de am Mitt­woch mit. Es gebe kei­ne Bewei­se dafür, „dass jemand schuld­haft etwas getan oder unter­las­sen hät­te, das zu einer Erhö­hung der Anste­ckungs­ge­fahr geführt hät­te”, hieß es in der Begründung.
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Das Ermitt­lungs­er­geb­nis der Ankla­ge­be­hör­de – das bereits Ende Mai 2021 fest­stand – sei nun auch durch die Ober­staats­an­walt­schaft Inns­bruck, das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um und vom Wei­sungs­rat geprüft wor­den. Im Ver­fah­ren wur­den fünf Per­so­nen als Beschul­dig­te geführt. Dem Ver­neh­men nach han­del­te es sich dabei um Lan­des­amts­di­rek­tor Her­bert Fors­ter, den Lan­de­cker Bezirks­haupt­mann Mar­kus Maaß, den Ischg­ler Bür­ger­meis­ter Wer­ner Kurz sowie zwei Mit­ar­bei­ter der Bezirkshauptmannschaft.

In dem Tiro­ler Win­ter­sport­ort Ischgl war es zu Beginn der Pan­de­mie zu einem grö­ße­ren Aus­bruch des Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 gekom­men. Die ers­ten Fäl­len wur­den Anfang März 2020 bekannt, die Anste­ckun­gen sol­len vor allem in Apres-Ski-Loka­len pas­siert sein. Den Behör­den war vor­ge­wor­fen wor­den, zu spät und nicht umfas­send genug reagiert zu haben. Ein bereits prä­sen­tier­ter Exper­ten­be­richt sah kein Ver­sa­gen, aber Fehl­ein­schät­zun­gen der Behör­den. Druck aus der Tou­ris­mus­wirt­schaft auf Ent­schei­dungs­trä­ger wur­de nicht festgestellt.