news/APA/Samstag, 04.07.20, 19:17:02

Sport: WSG Tirol steigt nach 0:0 gegen Admi­ra aus Bun­des­li­ga ab

WSG Tirol ist am Sams­tag aus der Fuß­ball-Bun­des­li­ga abge­stie­gen. Die Wat­te­ner kamen in der letz­ten Run­de der Qua­li­fi­ka­ti­ons­grup­pe in Inns­bruck gegen die Admi­ra nicht über ein 0:0 hin­aus und müs­sen damit nach einem Jahr wie­der Abschied von der höchs­ten Spiel­klas­se neh­men. Par­al­lel dazu besieg­te die Wie­ner Aus­tria die Gäs­te aus Mat­ters­burg 1:0, Alt­ach ver­lor in St. Pöl­ten 0:2.
APA/EXPA/STEFAN ADELS­BER­GER

Die Süd­städ­ter been­de­ten also die Sai­son zwei Punk­te vor dem Team von Tho­mas Sil­ber­ber­ger als Vor­letz­ter und gehen im Sep­tem­ber in ihre zehn­te Ober­haus-Sai­son in Fol­ge. Der WSG hät­te ein Sieg zum Liga-Ver­bleib gereicht, aller­dings lie­ßen Ste­fan Mai­er­ho­fer und Zlat­ko Dedic Top­chan­cen aus.

In einer Par­tie mit vie­len Zwei­kämp­fen und hohen Bäl­len ver­gab Mai­er­ho­fer bereits in der fünf­ten Minu­te sei­nen ers­ten Sit­zer, als er nach Flan­ke von Flo­ri­an Bucha­cher aus rund drei Metern über das Tor köp­fel­te. In der 31. Minu­te ver­län­ger­te Mai­er­ho­fer per Kopf auf Zlat­ko Dedic, doch der Slo­we­ne ver­stol­per­te die gro­ße Gele­gen­heit nahe­zu vom sel­ben Rasen­zie­gel wie zuvor der Zwei-Meter-Stür­mer.

Doch auch die Admi­ra sorg­te für Gefahr, und zwar durch Mai­er­ho­fers ehe­ma­li­gen Rapid-Sturm­part­ner Erwin Hof­fer. Einen Schuss des Ex-Team­spie­lers lenk­te Goa­lie Fer­di­nand Oswald an die Außen­stan­ge (11.), bei einer wei­te­ren Hof­fer-Chan­ce ret­te­te der WSG-Kapi­tän mit einer Fuß­ab­wehr (32.).

Die zwei­te Hälf­te begann wie­der mit einem Hoch­ka­rä­ter für Mai­er­ho­fer, der 37-Jäh­ri­ge köp­fel­te neu­er­lich aus etwa drei Metern neben das Ziel. Die man­geln­de Effi­zi­enz setz­te sich in der 82. Minu­te fort: Dedic schoss aus kur­zer Distanz an die Stan­ge, den absprin­gen­den Ball roll­te der ein­ge­wech­sel­te Kel­vin Yebo­ah neben das Tor.

Im Finish war­fen die Gast­ge­ber noch ein­mal alles nach vor­ne, aller­dings erfolg­los – sehr zur Freu­de von Admi­ras Sport­chef Felix Magath, der auf der Tri­bü­ne des Tivo­li-Sta­di­ons mit­zit­ter­te.

Mit einem Erfolgs­er­leb­nis gehen die Aus­tria­ner ins Euro­pa-League-Play-off am Mitt­woch (20.30 Uhr) gegen Alt­ach. Gegen die Vor­arl­ber­ger steigt ein Ent­schei­dungs­spiel um die Chan­ce, sich im Play-off-Fina­le mit Hart­berg zu mes­sen.

Wie nicht anders zu erwar­ten stand die Par­tie daher im Zei­chen der Reser­vis­ten und Debü­tan­ten. Bei der Aus­tria hüte­te Mir­ko Kos das Tor, Offen­siv­mann Alek­san­dar Jukic stand eben­falls erst­mals für die Pro­fis am Feld. Mat­ters­burg lief mit jun­gen Kräf­ten wie Tor­hü­ter Bern­hard Unger, Nico und Luca Pich­ler oder Filip Bor­sos ein. Im Kader fehl­te u.a. Andre­as Gru­ber, der zwölf­fa­che Sai­son­tor­schüt­ze dürf­te die Bur­gen­län­der ver­las­sen.

Bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren such­ten bei­de Teams den Weg nach vor­ne, der letz­te Nach­druck fehl­te jedoch. Nach einer hal­ben Stun­de kam Jukic zum Abschluss, Unger parier­te (29.). Mat­ters­burgs Schluss­mann ließ sich auch von einem Monschein-Schuss aus spit­zem Win­kel nicht über­ra­schen (34.). Mat­ters­burgs ein­zi­ge Chan­ce in der ers­ten Spiel­hälf­te war die größ­te: Nach einem Schnit­zer in der vio­let­ten Innen­ver­tei­di­gung lief Vic­tor Ola­tun­ji allei­ne Rich­tung Kos, wur­de aber immer lang­sa­mer und ließ sich den Ball vom Fuß klau­ben (37.).

Ilzer nahm nach dem Sei­ten­wech­sel Monschein und Abwehr­chef Micha­el Madl vom Rasen. Maxi­mi­li­an Sax” Tor ent­sprang einem zu lang­sa­men Auf­rü­cken der Mat­ters­bur­ger, Bright Edom­wony­is Ball­an­nah­me wur­de zur Ide­al­vor­la­ge für den Tor­schüt­zen. Mat­ters­burg konn­te nicht mehr kon­tern. Erst spät fand das Pon­wei­ser-Team noch eine Mög­lich­keit vor, Alo­is Höl­ler schoss aber weit am Tor vor­bei (86.). Die Aus­tria ließ noch Mög­lich­kei­ten auf einen höhe­ren Sieg aus. Sie gewann gegen Mat­ters­burg damit alle vier Sai­son­du­el­le.

Anders als die Aus­tria muss Alt­ach ohne Moti­va­ti­ons­sprit­ze ins Duell mit den Veil­chen gehen. Von Beginn an war zu mer­ken, dass es für die Teams um nichts mehr ging, bei­de Trai­ner rotier­ten kräf­tig. St. Pöl­tens Coach Robert Iberts­ber­ger brach­te sechs Neue im Ver­gleich zum 3:0 zuletzt bei der Admi­ra, bei Alt­ach stan­den acht „Neue” in der Start­for­ma­ti­on. Einer davon war Kapi­tän Phil­ipp Net­zer, der sein Come­back nach genau elf Mona­ten gab.

Spie­le­risch plät­scher­te die Par­tie lan­ge dahin. St. Pöl­ten über­ließ den Gäs­ten Platz zum Auf­bau, je näher es aber zum Tor ging, des­to weni­ger gefähr­lich wur­den die Vor­arl­ber­ger. Die bes­te Gele­gen­heit fand dann prompt St. Pöl­tens Issia­ka Oue­drao­go vor, sei­nen Schuss von der lin­ken Sei­te konn­te Goa­lie Mar­tin Kobras aber an die Stan­ge len­ken (37.).

Auch nach der Pau­se – Alt­ach-Coach Alex Pas­toor wech­sel­te gleich drei­fach – ver­zeich­ne­te Alt­ach mehr Ball­be­sitz, bis zur ers­ten guten Mög­lich­keit dau­er­te es aber wie­der­um rund eine Vier­tel­stun­de, Chris­ti­an Gebau­er ver­zog von der Straf­raum­gren­ze nur leicht (62.). Im Finish ging dann aber mehr Gefahr von den Haus­her­ren aus, die inner­halb von vier Minu­ten die Ent­schei­dung her­bei­führ­ten. Erst traf San­dro Ingo­litsch (79.)mit einem schö­nen Schuss ins lan­ge Eck, dann war Dani­el Schütz per Elfer (82.) zur Stel­le. Her­aus­ge­holt hat­te den Straf­stoß der von Mat­thi­as Maak gefoul­te 18-jäh­ri­ge Bun­des­li­ga-Debü­tant Mar­cel Tanz­mayr.