news/APA/Montag, 29.06.20, 15:15:02

Sport: Alt­ach gegen Aus­tria um Play-off-Heim­recht

Alt­ach will die Aus­tria im „Vor­spiel” zum eine Woche spä­ter über die Büh­ne gehen­den Euro­pa­cup-Duell besie­gen. Gelingt den in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­grup­pe nach wie vor unge­schla­ge­nen Vor­arl­ber­gern am Diens­tag­abend (20.30 Uhr) ein Heim­sieg über die Wie­ner, winkt das Heim­recht im Play-off-Halb­fi­na­le am 8. Juli. Im Abstiegs­kampf tref­fen indes Mat­ters­burg auf die WSG Tirol und die Admi­ra auf St. Pöl­ten.
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Bei der Aus­tria wur­de nach der jüngs­ten Heim­plei­te Bes­se­rung gelobt. „Vor­arl­berg ist zwar ein schö­nes Bun­des­land, aber wir wol­len am Diens­tag das letz­te Mal in die­ser Sai­son hin­rei­sen”, sag­te Aus­tria-Trai­ner Chris­ti­an Ilzer vor der vor­letz­ten Par­tie der Qua­li-Grup­pe. Der Wunsch ist auch mit Blick auf die Sta­tis­tik ver­ständ­lich: In Alt­ach hat die Aus­tria seit Okto­ber 2015 in sie­ben Spie­len nicht mehr gewin­nen kön­nen. Fünf davon ver­lo­ren die Vio­let­ten, die der­zeit zwei Zäh­ler vor Alt­ach lie­gen. Auch das jüngs­te Auf­ein­an­der­tref­fen ent­schie­den die West­ös­ter­rei­cher für sich.

Der 2:0‑Auswärtssieg der Alta­cher vor drei Wochen beför­der­te die Aus­tria ins Tief, danach schrie­ben die Wie­ner vier Sie­ge in Fol­ge an. Die­sen Lauf zer­stör­ten sie sich am Wochen­en­de mit einem deso­la­ten Som­mer­kick gegen St. Pöl­ten (2:5). Ilzer war wenig erfreut. „Unser Auf­tre­ten muss um 180 Grad anders sein als am Sams­tag, das ist jedem Ein­zel­nen bewusst”, sag­te er nun. Er selbst sehe die Par­tie in Alt­ach nicht als End­spiel um den ers­ten Platz in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­grup­pe, hielt Ilzer außer­dem fest. Das Play-off wer­de „einen kom­plett ande­ren Cha­rak­ter haben”, ver­mu­te­te der Stei­rer.

Die Admi­ra und der SKN St. Pöl­ten wol­len sich am Diens­tag­abend aller Abstiegs­sor­gen ent­le­di­gen. Sind die Süd­städ­ter in ihrem Heim­spiel (20.30 Uhr) dies­be­züg­lich auf einen Sieg ange­wie­sen, wür­de St. Pöl­ten schon bei einem Remis eine wei­te­re Sai­son im Fuß­ball-Ober­haus ver­wei­len. Ein Sze­na­rio könn­te ein­tre­ten, dass mit Schluss­pfiff kol­lek­ti­ver nie­der­ös­ter­rei­chi­scher Jubel in Maria Enzers­dorf erfolgt.

Nach dem Kan­ter­sieg bei der Aus­tria wür­de St. Pöl­ten näm­lich selbst eine Nie­der­la­ge nicht scha­den, soll­te Schluss­licht WSG Tirol in Mat­ters­burg ver­lie­ren. Auf sol­che Rechen­spie­le woll­te man sich bei den „Wöl­fen” natür­lich nicht ein­las­sen. „Wir haben es selbst in der Hand, das ist das Schöns­te. Wir haben zwei Spie­le. Wenn wir eines davon gewin­nen, kön­nen wir beru­higt in die nächs­te Sai­son gehen”, mein­te Stür­mer Dani­el Schütz.

Den ers­ten Match­ball ver­ge­ben, den zwei­ten Match­ball vor der Brust: Der SV Mat­ters­burg will nach dem bit­te­ren Heim‑1:2 gegen die Admi­ra am Diens­tag (20.30 Uhr) erneut im Pap­pel­sta­di­on gegen Schluss­licht WSG Tirol den Klas­sen­er­halt in der Fuß­ball-Bun­des­li­ga fixie­ren und sich einen Abstiegs­kri­mi in der letz­ten Run­de am Sams­tag erspa­ren. Die Tiro­ler möch­ten die „Rote Later­ne” im Bur­gen­land las­sen.

Die Mat­ters­bur­ger haben einen Pols­ter von drei Punk­ten auf das Tabel­len­en­de, aller­dings auch den Nach­teil in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­grup­pe bei Punk­te­gleich­heit zurück­ge­reiht zu wer­den. Die WSG wür­de also bei einem Sieg auf jeden Fall vor­bei­zie­hen. Zwi­schen den bei­den Teams liegt auch noch die Admi­ra, die einen Zäh­ler weni­ger als Mat­ters­burg hat und die eben­falls noch in den Abstiegs­kampf ver­wi­ckel­ten St. Pöl­te­ner zu Gast hat.