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news/APA/Dienstag, 04.01.22, 15:35:46

Ser­vice: Mer­ce­des Visi­on EQXX mit über 1.000 Kilo­me­ter Reichweite

Mit mehr als 1.000 Kilo­me­tern Reich­wei­te und einem Ver­brauch von unter 10 kWh auf 100 Kilo­me­tern will Mer­ce­des die Reich­wei­ten­angst bei E‑Autos end­gül­tig abschaf­fen. Dafür haben die Schwa­ben pünkt­lich zur Elek­tronik­mes­se CES die Stu­die Visi­on EQXX vor­ge­stellt. Die­se soll laut Mar­kus Schä­fer als Tech­no­lo­gie­trä­ger für kom­men­de Modell­ge­nera­tio­nen die­nen. „Das ist die Blau­pau­se für die Zukunft des Elek­tro­au­tos”, so der Entwicklungsvorstand.
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Die rekord­wür­di­ge Reich­wei­te erzie­len die Schwa­ben nicht allein mit einem extra gro­ßen Akku. Denn der ist mit einer Kapa­zi­tät von 100 kWh in etwa so groß wie im EQS, passt aber dank neu­er Kon­struk­ti­on künf­tig auch in einen Klein­wa­gen. Son­dern mög­lich mache das ein Ver­brauch, der nach Anga­ben der Ent­wick­ler in etwa dem eines Ein-Liter-Autos in der Welt der Ver­bren­ner entspricht.

Dafür haben sie dem rund fünf Meter lan­gen Vier­tü­rer eine Karos­se­rie gezeich­net, die mit einem Cw-Wert von 0,18 noch strö­mungs­güns­ti­ger ist als beim EQS, der mit 0,20 den Welt­re­kord für Seri­en­fahr­zeu­ge hält. Sie haben die Ener­gie­ver­lus­te des 150 kW star­ken und auf maxi­mal 140 km/h aus­ge­leg­ten Antriebs zwi­schen Bat­te­rie und Rad auf mar­gi­na­le fünf Pro­zent reduziert.

Und sie haben das Gewicht mit einem etwa 30 Pro­zent leich­te­ren Akku und bio­nisch kon­stru­ier­ten Struk­tur­tei­len stark gesenkt. Obwohl deut­lich grö­ßer als etwa der EQA, wie­ge der EQXX nur 1.750 Kilo und ist damit rund zehn Pro­zent leich­ter als das elek­tri­sche Kom­pakt­mo­dell, so Mer­ce­des weiter.

Zur wind­schnit­ti­gen Karos­se, dem Bat­te­rie­sys­tem mit 900 Volt Betriebs­span­nung und dem Antrieb fast ohne Ener­gie­ver­lus­te gibt es für die Stu­die ein neu­es Info­tain­ment mit einem noch grö­ße­ren Bild­schirm als im EQS. Die­ser spannt sich in einem Stück quer über das Arma­tu­ren­brett und wird von einem Solar­feld auf dem Dach gespeist.

Außer­dem expe­ri­men­tiert Mer­ce­des bei dem Show­car mit neu­en, nach­hal­ti­gen Mate­ria­li­en, die teil­wei­se mit mini­ma­lem Ener­gie­auf­wand eigens im Labor wach­sen sol­len, um dann zu Sitz­pols­tern oder Ver­klei­dun­gen ver­ar­bei­tet zu werden.

Zwar räumt Mer­ce­des ein, dass der EQXX sei­ne rekord­ver­däch­ti­gen Wer­te bis­her nur in der inter­nen Simu­la­ti­on bewie­sen hat. Doch wol­len die Schwa­ben schon bald die Pro­be aufs Exem­pel star­ten, kün­dig­te Klaus Mil­ler­fer­li an, der den Auf­bau des Ein­zel­stücks ver­ant­wor­tet: Noch im Früh­jahr soll der EQXX im rea­len Ver­kehr unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen mit einer Ladung min­des­tens 1.000 Kilo­me­ter über euro­päi­sche Fern­stra­ßen rollen.

Mercedes Vision EQXX mit über 1.000 Kilometer Reichweite

Windschlüpfriger Langläufer als Blaupause für künftige E-Autos

Credit: APA/APA/dpa/Mercedes-Benz AG/Mercedes-Benz AG