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news/APA/Donnerstag, 25.11.21, 20:39:36

Nur noch Umstieg mög­lich: Rapid gegen West Ham chancenlos

Für Rapid ist der Traum vom Euro­pa-League-Auf­stieg end­gül­tig geplatzt. Am Don­ners­tag unter­la­gen die völ­lig chan­cen­lo­sen Hüt­tel­dor­fer zuhau­se West Ham mit 0:2 (0:2) und kön­nen mit ihren drei Punk­ten nicht mehr unter die Top zwei von Grup­pe H vor­sto­ßen. Der Umstieg in die Con­fe­rence League ist noch mög­lich, dafür muss aller­dings das letz­te Spiel bei Genk am 9. Dezem­ber gewon­nen werden.
APA/HANS PUNZ

Aus­ge­rech­net im 300. Euro­pa­cup­match sei­ner Geschich­te konn­te Rapid den Klas­sen­un­ter­schied nicht kaschie­ren, Andrij Jar­mo­len­ko (40.) und Mark Noble (45.+2) per Elfer mach­ten den Tages- und Grup­pen­sieg der Eng­län­der per­fekt. Auf Rang zwei spitzt auch noch Genk, das am Don­ners­tag bei Dina­mo Zagreb remi­sier­te und zwei Punk­te Rück­stand auf die Kroa­ten hat.

Rapids Inte­rims­coach Stef­fen Hof­mann über­rasch­te mit einer Start­elf, in der mit Mar­co Grüll, Ercan Kara und Maximli­an Ull­mann ein Stamm­trio fehl­te. In der Offen­si­ve erhielt dafür Koya Kitaga­wa eine Chan­ce, links in der Vie­rer­ket­te durf­te sich wie schon bei Dina­mo Zagreb Youngs­ter Mar­tin Moor­mann versuchen.

Nicht ganz so über­ra­schend war dann die Domi­nanz der Gäs­te vor lee­ren Tri­bü­nen – beson­ders in den ers­ten 20 Minu­ten. Coach David Moyes hat­te über­haupt nur drei sei­ner Stamm­spie­ler – Tomas Soucek, Jar­rod Bowen und Vla­di­mir Cou­fal – aufs Feld geschickt und kam mit sei­ner Trup­pe in der ers­ten Hälf­te auf rund 70 Pro­zent Ballbesitz.

In der sechs­ten Minu­te hat­te Rapid Glück, dass Bowen einen Stan­glpass aus Kurz­di­stanz neben das Tor knall­te, auch ein Köpf­ler von Jar­mo­len­ko ver­fehl­te das Ziel noch rela­tiv knapp (22.). Nach einer etwas stär­ke­ren Pha­se von Grün-Weiß, in der ein Foun­tas-Schuss aus gut zwölf Metern über das Tor strich (21.) und Kel­vin Ara­se nach einem Tem­po­dribb­ling Goa­lie Alp­hon­se Areo­la prüf­te (28.), mach­te West Ham dann ernst: Jar­mo­len­ko köp­fel­te über Tor­mann Paul Gart­ler hin­weg zum 1:0 ein.

Die Bri­ten hat­ten die Zügel wie­der ange­zo­gen und leg­ten noch kurz vor Abpfiff der ers­ten Hälf­te nach: Das 2:0 per Elfer von Noble nach Foul Maxi­mi­li­an Hof­manns an Jar­mo­len­ko wies zugleich den Weg für die zwei­te Hälf­te, in der die Hüt­tel­dor­fer neu­er­lich nichts mit­zu­re­den hatten.

West Ham begnüg­te sich nicht damit, den Vor­sprung zu ver­wal­ten, ließ Rapids Pres­sing­ver­su­che ver­läss­lich ins Lee­re lau­fen und hät­te fast zehn Minu­ten nach Wie­der­be­ginn erhöht: Bowen schei­ter­te aber an Gart­ler (56.), der auch gegen Soucek zur Stel­le war – dass er den Ball in die Mit­te abwehr­te, wo Bowes lau­er­te, bügel­te Sto­j­ko­vic wie­der aus (62.).

60 Minu­ten dau­er­te es, bis Stef­fen Hof­mann Kara und Grüll brach­te, 73, bis der frei­ste­hen­de Foun­tas aus rund zwölf Metern die wohl bes­te Mög­lich­keit auf den Abschluss­tref­fer ver­gab. Damit hat­te Grün-Weiß aber auch sein Pul­ver ver­schos­sen. Im Finish zwang Son­ny Per­kins Gart­ler per Kopf viel­mehr zur nächs­ten Para­de (76.).