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news/APA/Montag, 22.02.21, 22:54:01

LASK mit Kla­ge kon­fron­tiert – Leh­ner nicht mehr Vize

Die Strei­tig­kei­ten bezüg­lich dem Sta­di­on­pro­jekt von Fuß­ball-Bun­des­li­gist LASK neh­men kein Ende. Wie der Tabel­len­drit­te am Mon­tag bekannt­gab, kommt auf ihn eine Kla­ge zu. Feder­füh­rend soll dabei die Grup­pe rund um Ex-LASK-Vize­prä­si­dent Man­fred Zau­ner sein. Der aktu­el­le Vize­prä­si­dent Johan­nes Leh­ner hat sich dazu ent­schie­den, sich der Sache als Rechts­an­walt anzu­neh­men und legt daher sein Amt beim LASK nieder.
APA/HELMUT FOHRIN­GER

„Es soll kein Inter­es­sens­kon­flikt ent­ste­hen. Ich möch­te dem LASK best­mög­lich die­nen und am meis­ten kann ich aktu­ell als Rechts­an­walt bei­tra­gen. Wir wer­den die halt­lo­sen Vor­wür­fe alle­samt ent­kräf­ten und in wei­te­rer Fol­ge genau prü­fen, wel­cher Scha­den dem Ver­ein ent­stan­den ist”, wur­de Leh­ner in einer Club-Aus­sendung zitiert. Die Kla­ge ist beim Club noch nicht ein­ge­trof­fen, wur­de aller­dings an Medi­en­ver­tre­ter bereits verteilt.

Einer der Vor­wür­fe soll sein, dass LASK-Prä­si­dent Sieg­mund Gru­ber „durch Call-Optio­nen die allei­ni­ge Kon­trol­le über den LASK über­nom­men” hät­te. Dem wider­sprach der Club. „2013 wur­den die Alt­schul­den des Ver­eins durch die LASK Mar­ke­ting GmbH über­nom­men und der Ver­ein auf neue, soli­de finan­zi­el­le Bei­ne gestellt. Die Gesell­schaf­ter die­ser GmbH sind seit­dem auch unter dem Namen „Die Freun­de des LASK” bekannt gewor­den. Die­ses aktu­el­le Sys­tem hat die Auf­ga­be, dass nie­mals eine Ein­zel­per­son die Kon­trol­le über den LASK über­neh­men kann”, ver­lau­te­ten die Linzer.

Sie for­der­ten Zau­ner, Micha­el Lachin­ger und Tho­mas Kern – Letz­te­rer ist Geschäfts­füh­rer der Fir­ma Flatt­ec – öffent­lich auf, ihre Medi­en­kam­pa­gne gegen den Club zu been­den. Zau­ner war Anfang Febru­ar als Gesell­schaf­ter der LASK Mar­ke­ting GmbH und damit ver­bun­den der LASK Are­na GmbH und Co. KG, über die der Sta­di­on­bau abge­wi­ckelt wird, abbe­ru­fen worden.

Gru­ber und Zau­ner sind kla­rer­wei­se nicht gut auf­ein­an­der zu spre­chen. Unter­schied­li­che Aus­sa­gen gab es auch zur Höhe der Sta­di­on­kos­ten. Wäh­rend Zau­ner die geschätz­ten Pro­jekt­kos­ten auf 117 Mil­lio­nen Euro statt der ursprüng­lich ver­an­schlag­ten 65 Mil­lio­nen Euro bezif­fer­te, ver­si­cher­te der LASK-Prä­si­dent, dass die Kos­ten wie geplant bei 60 bis 70 Mil­lio­nen lie­gen werden.