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news/APA/Sonntag, 13.09.20, 11:08:38

Kurz spricht von „Beginn der zwei­ten Wel­le” in Öster­reich

Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) warnt in dras­ti­schen Wor­ten vor einer wei­te­ren Aus­brei­tung der Coro­na-Pan­de­mie in Öster­reich. „Was wir gera­de erle­ben, ist der Beginn der zwei­ten Wel­le. Die Anste­ckungs­zah­len neh­men von Tag zu Tag zu”, sag­te der ÖVP-Chef in einem schrift­li­chen State­ment gegen­über der APA. An die Bevöl­ke­rung rich­tet er den „drin­gen­den Appell”, sich an die Maß­nah­men zu hal­ten.
APA/APA (Archiv)/HANS PUNZ

„Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Anste­ckun­gen pro Tag, lagen wir ges­tern bereits bei über 850. Beson­ders dra­ma­tisch ist die Ent­wick­lung in Wien, wo rund 50 Pro­zent aller Neu­in­fek­tio­nen in Öster­reich ver­zeich­net wer­den. Und wir wer­den bald die Mar­ke von 1.000 Neu­an­ste­ckun­gen pro Tag errei­chen”, so die Erwar­tung des Kanz­lers.

„Ich bit­te die Bevöl­ke­rung, dass sie alle Maß­nah­men ein­hält, sozia­le Kon­tak­te redu­ziert, den Mund-Nasen-Schutz trägt und über­all so gut als mög­lich Abstand hält”, appel­lier­te Kurz. Ins­ge­samt aber bleibt der Regie­rungs­chef bei sei­ner Ende August geäu­ßer­ten Ein­schät­zung, dass Licht am Ende des Tun­nels zu sehen sei – und auch, dass der Som­mer im kom­men­den Jahr wie­der weit­ge­hend nor­mal sein wer­de. „Aber es wird für uns alle ein har­ter Herbst und Win­ter wer­den. Daher sind wir jetzt alle auf­ge­ru­fen und gefor­dert, mit glei­cher Dis­zi­plin und Rück­sicht wie im Früh­jahr, auch die Her­aus­for­de­run­gen der kom­men­den Mona­te gemein­sam zu meis­tern.”