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news/APA/Sonntag, 21.02.21, 13:01:33

Kurz bie­tet WKS­tA Zeu­gen­aus­sa­ge an

Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) hat im Zusam­men­hang mit den Ermitt­lun­gen gegen sei­nen Par­tei­kol­le­gen und Ver­trau­ten, Finanz­mi­nis­ter Ger­not Blü­mel, der Wirt­schafts- und Kor­rup­ti­ons­staats­an­walt­schaft (WKS­tA) sei­ne Zeu­gen­aus­sa­ge ange­bo­ten. Damit wol­le er die „in den Raum gewor­fe­nen Anschul­di­gun­gen” auf­klä­ren, wie der Kanz­ler in einem Brief an die WKS­tA for­mu­liert. Häme kam von der FPÖ.
APA/HELMUT FOHRIN­GER

„Ich ste­he Ihnen jeder­zeit, sie­ben Tage die Woche, für eine Zeu­gen­aus­sa­ge zur Ver­fü­gung, denn es ist mir ein Anlie­gen, dass die­se feh­ler­haf­ten Fak­ten sowie die fal­schen Annah­men rasch aus der Welt geschafft wer­den kön­nen”, heißt es in dem der APA vor­lie­gen­den Schrei­ben. Denn die­se „unrich­ti­gen Annah­men” aus den Akten, die an die Öffent­lich­keit gelangt sind, sorg­ten im In- und Aus­land für einen Repu­ta­ti­ons­scha­den für die betrof­fe­nen Per­so­nen – und auch für die Bun­des­re­gie­rung und damit für die gesam­te Repu­blik Österreich.

Ein­mal mehr hielt Kurz fest, dass die ÖVP kei­ne Spen­den von der Novo­ma­tic erhal­ten habe. Das sei „unrich­tig” und auch aus den vom Rech­nungs­hof geprüf­ten Rechen­schafts­be­rich­ten ersichtlich.

Zudem beton­te Kurz, dass die Ermitt­lun­gen unab­hän­gig durch die Jus­tiz durch­ge­führt wer­den soll­ten, und er sich daher „auch nie öffent­lich in ein Ver­fah­ren ein­mi­schen” wür­de, meint aber den­noch: „Da aber in die­sem kon­kre­ten Fall feh­ler­haf­te Fak­ten und fal­sche Annah­men der WKS­tA an Medi­en gelangt sind, bin ich nun seit über einer Woche täg­lich meh­re­re Stun­den beschäf­tigt, Medi­en­an­fra­gen aus dem In- und Aus­land zu die­sen fal­schen Anschul­di­gun­gen zu beantworten.”

FPÖ-Klub­ob­mann Her­bert Kickl orte­te in dem Brief von Kurz an die WKS­tA eine „durch­schau­ba­re Flucht nach vor­ne”. Damit offen­ba­re Kurz damit nur sein schlech­tes Gewis­sen, offen­bar herr­sche in der ÖVP „nack­te Panik”, so Kickl: „Man darf gespannt sein, wel­che Machen­schaf­ten noch ans Licht der Öffent­lich­keit tre­ten wer­den, wenn der schwarz-tür­ki­se Obmann jetzt schon so reagiert.” Dem Kanz­ler ent­glei­te die „Mes­sa­ge Con­trol”. „Das Mot­to in der Volks­par­tei lau­te jetzt: „Ret­te sich, wer kann!” ”, feix­te der FPÖ-Klubobmann.