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news/APA/Samstag, 17.10.20, 22:36:31

Euro­pa­cup-Star­ter Salz­burg, Rapid und LASK im ÖFB-Cup wei­ter

Salz­burg, Rapid und der LASK haben am Sams­tag ihre Fuß­ball-Euro­pa­cup-Gene­ral­pro­ben posi­tiv zu Ende gebracht. Wäh­rend der Titel­ver­tei­di­ger und Bun­des­li­ga-Tabel­len­füh­rer im direk­ten Ober­haus-Duell bei St. Pöl­ten mit 3:0 die Ober­hand behielt, setz­ten sich die Wie­ner (5:1 in Wie­ner Neu­stadt) und die Lin­zer (3:0 gegen Wörgl) gegen Dritt­li­gis­ten durch. Mit viel Mühe schaff­ten Hart­berg (4:3 n.V. bei Gmünd) und Sturm Graz (2:1 beim VfB Hohen­ems) den Auf­stieg. Auch Alt­ach ist wei­ter.
APA/HERBERT NEU­BAU­ER

Cham­pions-League-Star­ter Salz­burg muss­te weni­ge Tage vor dem „Königsklassen”-Auftakt gegen Lok Mos­kau am Mitt­woch nach der Füh­rung durch Albert Vall­ci (22.) eine Stun­de lang um den Erfolg kämp­fen. Danach mach­ten Enock Mwe­pu (77.) und And­re Ramal­ho (89.) den Sack zu. „Es war eine gute zwei­te Halb­zeit, in der ers­ten waren wir nicht zufrie­den mit unse­rer Leis­tung”, ana­ly­sier­te Salz­burg-Trai­ner Jes­se Marsch nach dem neun­ten Sieg im neun­ten Pflicht­spiel die­ser Sai­son.

Die ohne den feh­len­den Stür­mer Taxi­ar­chis Foun­tas, sonst aber fast in Best­be­set­zung ange­tre­te­nen Rapid­ler über­nah­men bei Regio­nal­li­gist Wie­ner Neu­stadt von Beginn an die Initia­ti­ve und gin­gen durch Chris­toph Knas­müll­ner (18.) in Füh­rung. Vom post­wen­den Aus­gleich durch einen Frei­stoß von Eli­as Wei­din­ger (22.) ließ sich die Trup­pe von Coach Diet­mar Küh­bau­er nicht irri­tie­ren. Auch dank Genie­strei­chen des erst am 5. Okto­ber leih­wei­se von Barns­ley gekom­me­nen Mar­cel Ritz­mai­er. Der 27-jäh­ri­ge Mit­tel­feld­spie­ler traf bei sei­nem Traum­de­büt sehens­wert via Frei­stoß (32.) und häm­mer­te den Ball auch in der 70. Minu­te ins Kreuz­eck. Die rest­li­chen Tore gin­gen auf das Kon­to von Ercan Kara (45.+1) und Kel­vin Ara­se (77.).

Die Wie­ner schos­sen sich also für den Euro­pa-League-Auf­takt gegen Arse­nal am Don­ners­tag im Alli­anz Sta­di­on warm, als Maß­stab dafür kann die Par­tie kla­rer­wei­se nicht gese­hen wer­den. Das gilt auch für den LASK, der vor dem Gast­spiel bei Tot­ten­ham mit dem SV Wörgl eben­falls einen Regio­nal­li­gis­ten bezwang. Mit Johan­nes Egge­stein traf auch dort ein Debü­tant, die Wer­der-Leih­ga­be lei­te­te den Sieg in der 29. Minu­te ein. Einen wirk­lich ruhi­gen Abend erleb­te Coach Domi­nik Thal­ham­mer aber nicht, da Andre­as Gru­ber (91.) und Peter Michorl (93.) erst in der Nach­spiel­zeit die wei­te­ren Tref­fer erziel­ten. Posi­tiv war auch, dass mit Tho­mas Goi­gin­ger und Mar­vin Potz­mann zwei Akteu­re nach über­stan­de­nen Kreuz­band­ris­sen ihr Come­back fei­ern konn­ten.

Sturm muss­te trotz einer 2:0‑Führung nach Toren von Jakob Jant­scher (40./Elfmeter) und Bekim Balaj (46./4. Cuptor) am Ende noch um den Auf­stieg zit­tern. Nach dem Anschluss­tor von Mau­rice Wun­der­li (85.) wur­de es noch rich­tig eng, schnup­per­te der von Wer­ner Grab­herr gecoach­te Vor­arl­ber­ger Dritt­li­gist am Aus­gleich. „Es war ein extrem har­ter Fight auf einem sehr schwie­ri­gen Spiel­feld. Mit dem Gegen­tor in der Schluss­pha­se hat es noch ein­mal gebrannt aber am heu­ti­gen Tag ist das Wich­tigs­te, dass wir eine Run­de wei­ter sind”, sag­te Sturm-Trai­ner Chris­ti­an Ilzer.

Noch ner­ven­auf­rei­ben­der war der Sams­tag für Hart­berg-Trai­ner Mar­kus Schopp beim Kärnt­ner Viert­li­gis­ten Gmünd. Juli­us Ert­ltha­ler sorg­te erst in der 114. Minu­te mit dem 4:3 der Ver­län­ge­rung für die Erlö­sung und das unmit­tel­bar nach einer Gelb-Roten Kar­te für Tobi­as Kainz (113.). Der TSV schaff­te nach Gegen­to­ren von Andre­as All­may­er (17.) und Udo Gas­ser (37.) zwei­mal durch Tho­mas Rot­ter (21.) und Raj­ko Rep (50.), der von hin­ter der Mit­tel­li­nie aus ein Traum­tor erziel­te, den Aus­gleich. Das erst­ma­li­ge Vor­le­gen durch Rot­ters zwei­ten Tref­fer (84.) reich­te noch nicht, da Kapi­tän Gas­ser in der 94. Minu­te auch sei­nen zwei­ten Elf­me­ter ver­wan­del­te.

Völ­lig pro­blem­los kam hin­ge­gen Alt­ach mit einem 7:0 gegen den Regio­nal­li­ga-Salz­burg-Ver­tre­ter See­kir­chen wei­ter. Chef­trai­ner Alex Pas­toor fehl­te dabei. Der Nie­der­län­der reis­te über das Wochen­en­de kurz­fris­tig aus pri­va­ten Grün­den in die Hei­mat und wur­de von Co-Trai­ner Mar­tin Bern­hard ver­tre­ten. Schon in den ers­ten 35 Minu­ten tra­fen zwei­mal Man­fred Fischer (21., 35.) – dar­un­ter sehens­wert aus knapp 20 Metern unter die Lat­te – und Dani­el Mader­ner (23.) für die Vor­arl­ber­ger. Nach dem Sei­ten­wech­sel mach­ten die ein­ge­wech­sel­ten Chine­du Oba­si (70., 89.) und Aljaz Casar (82., 85.) das Tor­fes­ti­val per­fekt. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen für die Vor­arl­ber­ger: Ver­tei­di­ger Ber­kay Daban­li muss­te nach einer Vier­tel­stun­de mit einer Knö­chel­ver­let­zung vom Feld.

Der Favo­ri­ten­rol­le gerecht wur­de auch Zweit­li­gist Wacker Inns­bruck. Die Ent­schei­dung beim 1:0‑Heimsieg gegen Dritt­li­gist SV Stripfing/Weiden fiel erst durch ein Elf­me­ter­tor von Flo­ri­an Jam­nig in der 87. Minu­te.

Zweit­ligst Vor­wärts Steyr muss­te sich dage­gen nach einer 2:3 Plei­te beim Wie­ner Stadt­li­gist Vien­na früh­zei­tig aus dem Cup ver­ab­schie­den. Mar­tin Steh­lik (19.), Bern­hard Lux­ba­cher (38.) und Tho­mas Bar­tho­lo­may (90.) fixier­ten die Über­ra­schung für den Döb­lin­ger Tra­di­ti­ons­club, für die Gäs­te waren Tore von Kevin Brand­stät­ter (57./Freistoß) und Josip Mar­ti­no­vic (94.) zu wenig. Im Cup-Ach­tel­fi­na­le sind damit über­ra­schend zwei Wie­ner Stadt­li­gis­ten ver­tre­ten. Bereits am Frei­tag hat­te sich ASK Elek­tra mit 3:0 in Horn durch­ge­setzt.

Am Sonn­tag ist mit dem WAC – gegen den Liga-Riva­len Ried – noch der vier­te Euro­pa­cup-Star­ter im Cup-Ein­satz. Am Sonn­tag erfah­ren die Clubs auch ihre Ach­tel­fi­nal-Geg­ner, die Aus­lo­sung wird ab 17.05 Uhr in ORF eins über­tra­gen.