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news/APA/Donnerstag, 23.06.22, 09:26:44

EU-Gip­fel ent­schei­det EU-Kan­di­da­ten­sta­tus für Ukraine

Die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU, dar­un­ter Bun­des­kanz­ler Karl Neham­mer (ÖVP), kom­men am Don­ners­tag und Frei­tag in Brüs­sel zusam­men, um über den offi­zi­el­len Bei­tritts­kan­di­da­ten­sta­tus für die Ukrai­ne und Mol­dau zu ent­schei­den. Es wird erwar­tet, dass die EU-Chefs einer ent­spre­chen­de Emp­feh­lung der EU-Kom­mis­si­on fol­gen wer­den. Eine Auf­nah­me kon­kre­ter Bei­tritts­ge­sprä­che ist mit dem Sta­tus noch nicht verbunden.
APA/APA/AFP/POOL/KENZO TRI­BOUIL­LARD

Neham­mer warn­te im Vor­feld mehr­fach vor einer Ungleich­be­hand­lung der Ukrai­ne mit den Staa­ten des West­bal­kans. Er for­der­te ins­be­son­de­re, dass die EU auch Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na den Kan­di­da­ten­sta­tus zuer­kennt. Dem EU-Gip­fel geht am Don­ners­tag ein Tref­fen mit den sechs West­bal­kan­staa­ten Ser­bi­en, Alba­ni­en, Nord­ma­ze­do­ni­en, Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na, Koso­vo und Mon­te­ne­gro vor­aus. Ser­bi­en, Alba­ni­en und Nord­ma­ze­do­ni­en haben in letz­ter Minu­te auf einen Boy­kott des EU-Gip­fels ver­zich­tet. Grund für das zunächst beab­sich­tig­te Fern­blei­ben war das anhal­ten­de Veto Bul­ga­ri­ens gegen EU-Gesprä­che mit Nord­ma­ze­do­ni­en, das auch den Start von Ver­hand­lun­gen mit Alba­ni­en blockiert.