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news/APA/Freitag, 14.01.22, 22:12:24

EM-Fehl­start für Öster­reich – 31:36 gegen Polen

Die EM in Ungarn und der Slo­wa­kei hat für Öster­reichs Hand­ball-Män­ner mit einer Ent­täu­schung begon­nen. Am Frei­tag unter­lag Rot-Weiß-Rot in Bra­tis­la­va Polen mit 31:36 (14:17) und steht damit schon mit dem Rücken zur Wand. Deutsch­land, das zum Auf­takt Bela­rus schlug, ist am Sonn­tag (18.00 Uhr/live ORF 1) der nächs­te schwe­re Geg­ner, ehe zum Abschluss am Diens­tag Bela­rus war­tet. Für den anvi­sier­ten Haupt­run­den­auf­stieg ist in Grup­pe D zumin­dest Platz zwei nötig.
APA/EVA MAN­HART

Der Start ver­lief für die Trup­pe von Team­chef Ales Pajo­vic mit zwei schö­nen Anspie­len von Gerald Zeiner auf Kreis Fabi­an Posch samt 2:0‑Führung zwar ide­al. Die in der Abwehr wie erwar­tet stark agie­ren­den Polen lie­ßen sich aber nicht abschüt­teln, gin­gen in der ach­ten Minu­te erst­mals mit 5:4 in Füh­rung und lie­ßen sich die­se bis zum Schluss nicht mehr neh­men. Wäh­rend Rot-Weiß-Rot im Angriff immer wie­der Mühe hat­te, leis­te­ten sich die von sie­ben Coro­na­fäl­len betrof­fe­nen Polen im Gegen­satz zu Öster­reich kaum Fehl­wür­fe – auch Goa­lie Golub Doknic fand nicht in sei­ne ers­te End­run­de für Österreich.

Die Fol­ge: Shoo­ter Szy­mon Sicko (5 Tore vor der Pau­se) und Co. bau­ten den Vor­sprung in der mit rund 2.000 der erlaub­ten 2.500 Plät­ze gefüll­ten Hal­le peu a peu bis auf 16:12 (27.) aus – der nach sei­ner lan­gen Ver­let­zungs­pau­se sicht­lich gehan­di­cap­te ÖHB-Star Niko­la Bilyk war da schon auf der Bank. Öster­reich über­stand die­se heik­le Pha­se aber und hielt den Rück­stand zur Pau­se in Grenzen.

Bilyk mel­de­te sich in der Früh­pha­se der zwei­ten Hälf­te mit sei­nem ers­ten Tor zum 16:19 zurück, und doch lief man wenig spä­ter wie­der einem Fünf-Tore-Rück­stand nach (16:21/36.). Der Wil­le war Öster­reich nicht abzu­spre­chen, die Chan­ce, beim Stand von 20:23 auf zwei Tref­fer her­an­zu­kom­men, blieb aber unge­nutzt. Polen setz­te sich in einer Pha­se, in der die ÖHB-Aus­wahl in dop­pel­ter Unter­zahl agie­ren muss­te, wie­der auf 26:21 bzw. 27:22 ab.

Nach Rot für Sicko nach gefähr­li­cher Atta­cke gegen den kont­er­lau­fen­den Bilyk und kur­zer Rudel­bil­dung (47.) hielt Sebas­ti­an Frim­mel mit zwei Sie­ben­me­tern die Par­tie wei­ter halb­wegs offen (25:29/49.). Polen kam in der Offen­si­ve aber auch in der Fol­ge zu ein­fa­chen Tref­fern und ließ Öster­reich nicht mehr ent­schei­dend herankommen.

Zuvor waren am glei­chen Ort die Deut­schen mit einem 33:29-(17:18)-Arbeitssieg über Bela­rus gestar­tet. Deutsch­lands ver­jüng­te Trup­pe star­te­te ner­vös und feh­ler­haft, die kör­per­lich star­ken Bela­rus­sen nutz­ten das, um bis zur 11. Minu­te einen 7:2‑Vorsprung her­aus­zu­spie­len. Die Trup­pe von Trai­ner Alfred Gis­la­son arbei­te­te sich aber Schritt für Schritt zurück, ging nach rund 20 Minu­ten erst­mals in Füh­rung (11:10) und fei­er­te letzt­lich einen hart erkämpf­ten Sieg.

Vor­ent­schei­dend waren zehn Minu­ten nach Wie­der­be­ginn, in denen sich Kai Häf­ner (8 Tore so wie Mar­cel Schil­ler) und Co. von 20:20 auf 25:21 vor­ge­ar­bei­tet hat­ten. Bes­te Wer­fer von Bela­rus, das am Diens­tag der abschlie­ßen­de Vor­run­den­geg­ner der Öster­rei­cher ist, waren Ulad­sis­lau Kulesch und Miki­ta Wajlu­pau mit je 7 Treffern.