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news/APA/Samstag, 17.10.20, 12:39:42

Drei Kin­der in Wien offen­bar von ihrer Mut­ter getö­tet

Eine 31-jäh­ri­ge Mut­ter soll in einer Woh­nung in Wien-Donau­stadt ihre drei klei­nen Töch­ter getö­tet haben. Nach einem Sui­zid­ver­such, der laut Poli­zei nicht lebens­ge­fähr­li­che Ver­let­zun­gen ver­ur­sach­te, mel­de­te sich die aus Nepal stam­men­de Frau über den Not­ruf und gestand das Tötungs­de­likt. Die acht Mona­te, drei und neun Jah­re alten Mäd­chen star­ben laut Gerichts­me­di­zin durch Ersti­cken. Um das Leben der Ältes­ten hat­ten die Ärz­te noch rund eine Stun­de lang gekämpft.
APA/HERBERT NEU­BAU­ER

Weil die Frau beim Not­ruf ange­kün­digt hat­te, sich selbst töten zu wol­len, sei sie zunächst an Ort und Stel­le von den ers­ten Ein­satz­kräf­ten fixiert wor­den. „Bei einer sofor­ti­gen Durch­su­chung der Wohn­stät­te fan­den die Poli­zei­be­am­ten zwei Mäd­chen vor, bei denen ein­deu­ti­ge Todes­zei­chen vor­han­den waren. Ein drit­tes Mäd­chen wur­de hos­pi­ta­li­siert, die Reani­ma­ti­on blieb jedoch erfolg­los”, berich­te­te Poli­zei­spre­cher Paul Eiden­ber­ger.

Die Mut­ter hat­te den Not­ruf gegen 5.20 Uhr abge­setzt. Ein­satz­kräf­te ras­ten zu dem Mehr­par­tei­en­wohn­haus in der Nähe des Kagra­ner Plat­zes. Die Frau selbst wies laut Eiden­ber­ger Ver­let­zun­gen im Hand­be­reich auf, die nicht so schwer­wie­gend waren, dass sie ins Spi­tal gebracht hät­te wer­den müs­sen. Sie wur­de am Sams­tag­vor­mit­tag auf einem Poli­zei­kom­mis­sa­ri­at von einem Amts­arzt unter­sucht, der u.a. fest­stel­len muss­te, ob die 31-Jäh­ri­ge ver­neh­mungs­fä­hig ist.

Die Obduk­tio­nen der Töch­ter dürf­ten am Sams­tag­abend statt­fin­den. Die vor­läu­fi­ge Dia­gno­se der Gerichts­me­di­zin lau­te­te Tod durch Ersti­cken. Für die bei­den jün­ge­ren Mäd­chen kam jede Hil­fe zu spät. Die Neun­jäh­ri­ge war von den Ret­tungs­kräf­ten leb­los vor­ge­fun­den wor­den, es bestand aber offen­bar Hoff­nung, sie wie­der­zu­be­le­ben. Rund eine Stun­de bemüh­ten sich die Hel­fer, das Kind zu reani­mie­ren, letzt­lich erfolg­los.

Die Ver­stän­di­gung Ange­hö­ri­ger war am Sams­tag noch im Gang. Der Vater der Mäd­chen hal­te sich ver­mut­lich in Wien auf, leb­te aber offen­bar getrennt von der Fami­lie, hieß es.