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news/APA/Donnerstag, 08.04.21, 12:01:04

Bun­des­län­der auch für Fort­set­zung von AstraZeneca-Impfungen

Der Coro­na-Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca wird wei­ter­hin in allen Bun­des­län­dern für alle Alters­grup­pen ein­ge­setzt. Das ist das Ergeb­nis einer Video­kon­fe­renz des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums mit den Lan­des­ge­sund­heits­re­fe­ren­ten am Don­ners­tag­vor­mit­tag. Damit bleibt der öster­rei­chi­sche Impf­plan unver­än­dert, teil­te das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um mit. Die EU-Arz­nei­mit­tel­be­hör­de (EMA) hat­te zuvor einen mög­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen dem Impf­stoff und sehr sel­te­nen Throm­bo­se-Fäl­len festgestellt.
APA/APA (Themenbild/Gindl)/BARBARA GINDL

Die Gesund­heits­po­li­ti­ker aus Bund und Län­dern folg­ten damit den Emp­feh­lun­gen der EMA und des Natio­na­len Impf­gre­mi­ums (NIG) vom Vor­tag. „Ein posi­ti­ves Nut­zen-Risi­ko-Ver­hält­nis wur­de in allen Alters­grup­pen und bei Per­so­nen jeden Geschlechts bestä­tigt”, hieß es in einer Aus­sendung des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums. „Daher wird auch wei­ter­hin jeder zuge­las­se­ne Impf­stoff für alle Per­so­nen­grup­pen emp­foh­len.” Dies gel­te „auch für jun­ge Men­schen, die zwar sel­te­ner inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den müs­sen, aber auch von schwe­ren und lang­fris­ti­gen Fol­gen einer Covid-19-Erkran­kung betrof­fen sein können”.

Eine „indi­vi­du­el­le Aus­wahl des Impf­stof­fes” ist nicht vor­ge­se­hen, beton­te das Minis­te­ri­um. Um sel­te­ne mög­li­che Impf­ne­ben­wir­kun­gen best­mög­lich zu behan­deln, sei von Gerin­nungs­ex­per­ten eine Vor­gangs­wei­se zur Dia­gnos­tik und The­ra­pie bei Gerinnungsstörungen/Thrombosen im Zusam­men­hang mit einer Covid-19-Imp­fung erar­bei­tet wor­den, das dem medi­zi­ni­schen Fach­per­so­nal zur Ver­fü­gung gestellt werde.

Der Coro­na-Impf­stoff des bri­tisch-schwe­di­schen Her­stel­lers Astra­Ze­ne­ca sei „ein guter Impf­stoff, den wir brau­chen”, hat­te die Direk­to­rin für die Öffent­li­che Gesund­heit, Katha­ri­na Reich, im ORF-Mor­gen­jour­nal betont. Das Bild des Vak­zins nach außen habe aller­dings lei­der „wirk­lich gelit­ten”, räum­te die im NIG ver­tre­te­ne Medi­zi­ne­rin ein. Der Image­ver­lust sei offen­sicht­lich, mein­te Reich. „Das ist so nicht mehr rück­gän­gig zu machen” und sei „ein biss­chen unver­dient”, auch wenn sich tat­säch­lich die meis­ten Dis­kus­sio­nen und Rät­sel um das Vak­zin von Astra­Ze­ne­ca gerankt hätten.

Ein Ver­zicht auf den Impf­stoff – der einen wich­ti­gen Bestand­teil des öster­rei­chi­schen Impf­pro­gramms dar­stellt – oder eine Ein­schrän­kung auf bestimm­te Per­so­nen­grup­pen hät­ten „eine kom­plet­te Umstel­lung die­ses Impf­plans zur Fol­ge”, wodurch „sich ganz sicher Ver­zö­ge­run­gen erge­ben wür­den”, und „Ver­zö­ge­run­gen kön­nen wir uns alle, egal, wie viel Impf­stoff da ist, der­zeit nicht leis­ten”, beton­te Reich. „Wir wol­len schnell vorankommen.”