apa.at
news/APA/Dienstag, 23.02.21, 09:09:29

Babye­le­fant-Info­kam­pa­gne kos­te­te rund 3,2 Mio. Euro

Das Bun­des­kanz­ler­amt hat für Öffent­lich­keits­ar­beit, Wer­bung und Infor­ma­ti­ons­ar­beit für die „Babyelefanten”-Kampagne in Sum­me 3,17 Mio. Euro aus­ge­ge­ben – und zwar noch ohne Agen­tur­ho­no­rar, wie es in einer Beant­wor­tung einer par­la­men­ta­ri­schen Anfra­ge der NEOS durch das Bun­des­kanz­ler­amt hieß. Den Löwen­an­teil bei den Aus­ga­ben mach­ten jene für Print-Pro­duk­te aus (1.328.607,83 Euro), gefolgt von Audio­vi­su­el­le Medi­en/TV-Spots (728.686,94) und Online-/Di­gi­ta­le Medi­en (700.788,47).
APA/APA (EXPA/JOHANN GRODER)

Am unte­ren Ende der Ska­la folg­ten „Out of Home”-Werbung wie etwa Pla­ka­te (201.612 Euro), Hör­funk (194.776,01 Euro) und Sozia­le Netz­wer­ke (21.607,66 Euro). Kon­kret ging es in der Anfra­ge von NEOS-Man­da­ta­rin Hen­ri­ke Brand­s­töt­ter um jenen Wer­be­spot, in dem die Regie­rung gemein­sam mit dem Roten Kreuz mit­tels „Babye­le­fant” dazu moti­vie­ren ver­such­te, sich an die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung des Coro­na-Virus zu hal­ten. Der im Rah­men der „Schau auf dich, schau auf mich”-Kampagne ent­stan­de­ne Spot, in dem ein als Ele­fant ver­klei­de­tes Kind dar­um bemüht ist, Men­schen aus­ein­an­der und auf Abstand zu hal­ten, wur­de u.a. auf dem You­tube-Kanal des Bun­des­kanz­ler­amts ver­öf­fent­licht. Zu sehen war der Clip in zahl­rei­chen Medi­en, aber auch als Print-Sujet, wor­auf auch das Kanz­ler­amt hinweist.

Zweck des Spots war es laut Kanz­ler­amt, „die Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung (Abstand hal­ten) in Erin­ne­rung zu rufen”. Nicht umfasst ist in die­sen Zah­len das Agen­tur­ho­no­rar. Das Kanz­ler­amt ver­weist dar­auf, dass für die durch den Covid 19-Fonds finan­zier­te „Schau auf dich, schau auf mich”-Kampagne die Mediaagen­tur Wave­ma­ker beauf­tragt wur­de. Die Beglei­tung und Umset­zung die­ser Akti­vi­tä­ten sei durch Abruf der Leis­tun­gen aus einer Rah­men­ver­ein­ba­rung der Bun­des­be­schaf­fung GmbH (BBG) erfolgt.

„Das von der BBG aus­ver­han­del­te Agen­tur­ho­no­rar die­ser BBG-Rah­men­ver­ein­ba­rung wird, abhän­gig vom gestaf­fel­ten Net­to­schalt­vo­lu­men, pro­zen­tu­ell berech­net. Es wird um Ver­ständ­nis ersucht, dass die­se Ver­trags­de­tails Geschäfts­ge­heim­nis­se dar­stel­len, die nicht bekannt gege­ben wer­den kön­nen”, heißt es in der Anfragebeantwortung.

Brand­s­töt­ter kri­ti­sier­te das Vor­ge­hen gegen­über der APA: Auch nach einem Jahr Pan­de­mie wür­den Krea­tiv­leis­tun­gen „von irgend­wo­her über das „Nadel­öhr Rotes Kreuz” kom­men”, sag­te sie. Es sei nicht klar, „wer die Krea­tiv­leis­tung erbringt und noch weni­ger, wer wann wen dafür bezahlt”. Ver­är­gert zeig­te sich die pin­ke Abge­ord­ne­te u.a. auch dar­über, dass unklar sei, wie hoch die Pro­vi­sio­nen für die Mediaagen­tur ausfallen.