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news/APA/Donnerstag, 22.07.21, 20:03:54

Aus­tria muss Ban­gen: Nur 1:1 im Heim­spiel gegen Breidablik

Die Aus­tria muss in der Qua­li­fi­ka­ti­on zur neu geschaf­fe­nen Fuß­ball-Con­fe­rence-League um den Auf­stieg ban­gen. Die Wie­ner kamen am Don­ners­tag zu Hau­se gegen den islän­di­schen Ver­tre­ter Brei­da­b­lik nicht über ein ent­täu­schen­des 1:1 (1:0) hin­aus. Ein Tor von Mar­co Dju­ricin (32.) war für einen Heim­sieg vor etwas mehr als 6.000 Zuschau­ern zu wenig. Alex­an­der Sigur­dar­son gelang kurz nach der Pau­se der Aus­gleich (47.).
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Die Elf von Neo-Chef­coach Man­fred Schmid benö­tigt im Rück­spiel nächs­ten Don­ners­tag (21.00 Uhr MESZ) in Kopa­vogur bei Reykja­vik eine Leis­tungs­stei­ge­rung, um nicht bereits bei ihrem Ein­stieg in der 2. Qua­li-Run­de aus­zu­schei­den. Zumin­dest die Aus­wärts­tor­re­gel, die die UEFA vor die­ser Sai­son abge­schafft hat, steht ihnen nicht im Weg. Auf die nach der Pau­se müde wir­ken­den Wie­ner war­tet zunächst noch der Bun­des­li­ga-Auf­takt am Sonn­tag aus­wärts gegen die SV Ried.

Die Aus­tria hat­te vor der Par­tie die Rück­kehr der Fans auf die Rän­ge eben­so her­bei­ge­sehnt wie das inter­na­tio­na­le Come­back. Schmid hat­te Brei­da­b­lik als Grad­mes­ser für die aktu­el­le Ver­fas­sung sei­ner Mann­schaft bezeich­net. Die­se begann wie erwar­tet mit den Neu­zu­gän­gen Man­fred Fischer und Mar­vin Mar­tins. Der Rechts­ver­tei­di­ger aus Luxem­burg spür­te schon nach weni­gen Sekun­den die islän­di­sche Här­te. Ins­ge­samt began­nen die im Liga-Betrieb ste­hen­den Gäs­te alles ande­re als abwar­tend. Die Aus­tria offen­bar­te in der neu zusam­men­ge­stell­ten Defen­si­ve Abstimmungsprobleme.

Ein sol­ches hät­te Brei­da­b­lik schon nach fünf Minu­ten fast genutzt. Nach einem Eck­ball kam Ver­tei­di­ger Damir Mumi­no­vic aus zehn Metern zum Abschluss, Patrick Pentz parier­te mit der Hand. Eine wei­te­re Schreck­se­kun­de erleb­ten die vio­let­ten Fans nach einer knap­pen Vier­tel­stun­de. Johan­nes Handl klär­te den Ball schlecht, Gis­li Eyjolfs­son fiel dann im Straf­raum über den aus­ge­streck­ten Fuß des Ver­tei­di­gers. Schieds­rich­ter Kari Hövda­num von den Färö­er wink­te jedoch sofort ab.

Als Aktiv­pos­ten im Aus­tria-Spiel prä­sen­tier­te sich Fischer. Der von Alt­ach gekom­me­ne Mit­tel­feld­mann ver­such­te sich zunächst aus der Distanz und rang Brei­da­b­liks Tor­hü­ter Anton Ari Einars­son per Kopf eine ers­te Para­de ab (17.). Einars­son soll­te in Fol­ge ver­mehrt im Blick­punkt ste­hen. Der Schluss­mann ver­wehr­te Chris­ti­an Schois­sen­geyr nach einem Frei­stoß und der dar­auf­fol­gen­den Ecke bin­nen einer Minu­te zwei­mal einen Treffer.

In der 32. Minu­te war Einars­son schließ­lich geschla­gen. Nach einem Vor­stoß von Fischer fand Domi­nik Fitz Mit­tel­stür­mer Dju­ricin, der den Ball vol­ley ins Netz bug­sier­te. Für den 28-Jäh­ri­gen mag es ein wenig Genug­tu­ung gewe­sen sein: Dju­ricin stand er schon 2013 für Sturm Graz am Feld, als die Stei­rer an Brei­da­b­lik in der Euro­pa-League-Qua­li­fi­ka­ti­on schei­ter­ten. Der Angrei­fer hät­te bei­na­he noch nach­ge­legt, Einars­son war erneut mit den Fin­ger­spit­zen zur Stel­le (35.).

Sou­ve­rän war die Vor­stel­lung der Aus­tria den­noch nicht. Pentz muss­te kurz vor der Pau­se noch ein­mal abtau­chen. Nur 64 Sekun­den nach Wie­der­an­pfiff war aber auch er geschla­gen. Vesel Dema­ku unter­lief ein Feh­ler, erneut stand die Abwehr schlecht – Sigur­dar­son kam nach einem Dop­pel­pass frei zum Abschluss. Brei­da­b­lik nahm nun das Heft in die Hand, der Aus­tria gelang wenig. Die müde wir­ken­den Favo­rit­ner ran­gen um Linie im Spiel, wäh­rend die Islän­der mit­un­ter ein Pres­sing aufzogen.

Schmid reagier­te nach einer Stun­de mit einem Drei­fach­tausch. Für Dju­ricin, Fitz und Teigl kamen Alex­an­der Grün­wald, Bene­dikt Pich­ler und Alek­san­dar Jukic. Die Wir­kung blieb über­schau­bar. Grün­wald fand noch die bes­te Chan­ce der Wie­ner in der zwei­ten Halb­zeit vor. Sein Kopf­ball (77.) ging aber am Tor vor­bei. Vesel Dema­ku schoss im Finish noch deut­lich über das Gehäu­se (83.), Aus­tri­as dezen­ter Sturm­lauf im Finish brach­te nichts mehr ein.