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news/APA/Freitag, 13.05.22, 22:34:29

Aus­tria Lus­ten­au schafft in Horn Bundesliga-Aufstieg

Aus­tria Lus­ten­au hat am Frei­tag­abend sport­lich den Auf­stieg in die Fuß­ball-Bun­des­li­ga fixiert. Der Zweit­li­ga-Spit­zen­rei­ter fei­er­te am vor­letz­ten Spiel­tag beim SV Horn einen 2:1‑Erfolg und pro­fi­tier­te von der gleich­zei­ti­gen 0:1‑Auswärtsniederlage des zweit­plat­zier­ten FAC in Laf­nitz. Die Vor­arl­ber­ger haben nun in der Tabel­le vor der letz­ten Run­de unein­hol­ba­re fünf Zäh­ler Vor­sprung auf die Flo­rids­dor­fer. Lus­ten­au kehrt somit nach 22 Jah­ren wie­der ins Ober­haus zurück.
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Das Team aus dem Länd­le fuhr die wich­ti­gen drei Zäh­ler und somit den Zweit­li­ga-Meis­ter­ti­tel durch zwei Eigen­to­re der Hor­ner ein. Fra­ge­zei­chen rund um den Auf­stieg gibt es nur wegen des finanzma­ro­den Ver­eins Wacker Inns­bruck. Soll­ten die Tiro­ler am 30. Spiel­tag wegen aku­ten Geld­man­gels nicht spie­len, wür­den sämt­li­che Resul­ta­te der Inns­bru­cker gestri­chen. Lus­ten­au hol­te aus den zwei Spie­len gegen Wacker zwei Punk­te mehr als die Wie­ner – dadurch wür­de der Pols­ter auf drei Zäh­ler schrumpfen.

Somit wür­de sich für den FAC noch eine Mini­ch­an­ce erge­ben. Aller­dings müss­te die Lus­ten­au­er Aus­tria in der Schluss­run­de am 22. Mai gegen die Young Vio­lets ver­lie­ren, wäh­rend der FAC die Juni­ors OÖ schla­gen muss.

In Horn kam Lus­ten­au nur schwer in die Gän­ge und hat­te dann in der 25. Minu­te Glück, als der Hor­ner Juli­an Klar einen Ander­son-Pass ins eige­ne Tor bug­sier­te. Mit der 1:0‑Führung der Vor­arl­ber­ger ging es auch in die Pau­se. In Hälf­te zwei schaff­ten die Nie­der­ös­ter­rei­cher schnell den Aus­gleich, Burak Yil­maz ver­senk­te sehens­wert einen Frei­stoß aus gut 20 Metern Ent­fer­nung im Gäs­te-Gehäu­se (51.).

Doch das Glück blieb Lus­ten­au am Frei­tag, dem 13., hold: Der soeben ein­ge­wech­sel­te Bryan Sil­va Tei­xei­ra drib­bel­te sich in den Straf­raum der Hor­ner, sein Pass lan­de­te via Knie von SVH-Spie­ler Paul Goba­ra im Tor (65.). In der Fol­ge ver­ga­ben Lus­ten­aus Offen­siv­stars Haris Taba­ko­vic und Micha­el Cheu­k­oua gute Gele­gen­hei­ten zur Vor­ent­schei­dung. Da auch Muham­med Cham (89.), Nico­lai Bosch (93.) und erneut Taba­ko­vic (94.) Sit­zer aus­lie­ßen, blieb es beim 2:1, was den Vor­arl­ber­gern aber zum aus­gie­bi­gen Fei­ern mit ihren mit­ge­reis­ten Fans reichte.

„Ich den­ke, dass wir über die gesam­te Sai­son attrak­ti­ven Offen­siv­fuß­ball gezeigt haben. Wir haben die Ner­ven bewahrt, obwohl es teil­wei­se nicht mehr so geflutscht ist. Die Jungs haben sich das zu 100 Pro­zent ver­dient”, strahl­te Lus­ten­au-Trai­ner Mar­kus Mader nach dem Spiel im ORF-Inter­view. „Wenn ich in die Gesich­ter der Spie­ler sehe und da weint ein Haris Taba­ko­vic vor Freu­de, dann haben wir sehr viel rich­tig gemacht heu­er.” Die Heim­rei­se nach Vor­arl­berg soll nun zur Meis­ter­par­ty umfunk­tio­niert wer­den. „Wir haben jetzt eine lan­ge Heim­fahrt, die wir feucht­fröh­lich absol­vie­ren wer­den”, so Mader.

Der FAC star­te­te unter­des­sen mit viel Schwung in der Fuß­ball­are­na Laf­nitz und stol­per­te. Wäh­rend Mar­tin Ras­ner, Joao Oli­vei­ra und Leo­mend Kras­ni­qi sehr gute Mög­lich­kei­ten auf die Gäs­te­füh­rung aus­lie­ßen, erziel­te Chris­ti­an Lich­ten­ber­ger im Kon­ter nach einer Groß­chan­ce der Gäs­te das 1:0 für die Stei­rer. Vor­ne blieb das Wie­ner Team um das frisch ver­län­ger­te Trai­ner-Duo Mit­ja Mörec/Aleksandar Git­sov wei­ter glück­los, Chris­ti­an Bubal­o­vic ver­gab in der Nach­spiel­zeit die letz­te Mög­lich­keit der Gäs­te, sein Heber lan­de­te nur auf der Lat­te (91.).

Die Flo­rids­dor­fer blei­ben damit gegen Angst­geg­ner Laf­nitz wei­ter sieg­los, die Auf­stiegs­träu­me sind damit geplatzt. Coach Mör­ec war den­noch stolz auf sein Team. „Wir haben eine groß­ar­ti­ge Sai­son gespielt, sind fix Zwei­ter, das ist ein unglaub­li­cher Erfolg. Aber sicher ist es bit­ter, wenn man so nah dran und am Ende aber nicht erfolg­reich ist. Kopf hoch, wei­ter geht’s.”

In den wei­te­ren Par­tien fei­er­ten Blau Weiß Linz gegen Lie­fe­ring und Amstet­ten gegen den GAK kla­re 3:0‑Heimsiege. Die Lin­zer behaup­te­ten damit Rang drei (53 Punk­te) vor Laf­nitz (52) und Amstet­ten (51). Das Der­by zwi­schen den Young Vio­lets und Rapid II ende­te trotz 2:0‑Führung der Grün­wei­ßen noch 3:3. St. Pöl­ten bezwang Wacker Inns­bruck mit 3:1, wäh­rend sich die Juni­ors OÖ und Kap­fen­berg 1:1 trenn­ten. Schluss­licht Dorn­birn unter­lag daheim Vor­wärts Steyr mit 2:3, braucht aber nichts mehr zu befürch­ten, da mit den Juni­ors OÖ (kei­ne Lizenz bean­tragt) und Wacker Inns­bruck (kei­ne Lizenz erhal­ten) die zwei Abstei­ger bereits feststehen.