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news/APA/Freitag, 24.07.20, 13:16:06

3,8 Mio. Euro zusätz­li­che Mit­tel für die Krea­tiv­wirt­schaft

Für die Krea­tiv­wirt­schaft wer­den zusätz­li­che 3,8 Mio. Euro an För­der­mit­teln zur Ver­fü­gung gestellt. Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Mar­ga­re­te Schram­böck (ÖVP) beton­te am Frei­tag bei einem Besuch in Dorn­birn die Bedeu­tung die­ser Spar­te. „Unse­re Wirt­schaft muss resi­li­en­ter wer­den, wir müs­sen es schaf­fen, Pro­duk­ti­on nach Öster­reich zurück­zu­brin­gen. Das gelingt durch Krea­ti­vi­tät und Inno­va­ti­on”, so Schram­böck.
APA/APA (Archiv)/HERBERT PFARR­HO­FER

Die Wirt­schafts­mi­nis­te­rin wies dar­auf hin, dass mit 42.300 Unter­neh­men jede zehn­te Fir­ma in Öster­reich zur Krea­tiv­wirt­schaft zäh­le, in der 153.000 Beschäf­tig­te ihren Arbeits­platz haben. Mit 22 Mrd. Euro jähr­lich – davon 7 Mrd. Euro im Bereich Software/Gaming – erwirt­schaf­te die Krea­tiv­wirt­schaft 3,8 Pro­zent des Brut­to­in­land­pro­dukts, bei­na­he das Dop­pel­te der Kfz-Bran­che. Jeder Euro Wert­schöp­fung in der Krea­tiv­wirt­schaft bewir­ke 1,7 Euro an Wert­schöp­fung in der Gesamt­wirt­schaft. „Als Volks­wirt­schaft kön­nen wir es uns nicht leis­ten, die­ses gro­ße krea­ti­ve Poten­zi­al und Unter­neh­mer­tum zu ver­lie­ren”, unter­strich Schram­böck.

Von der durch die Coro­na­pan­de­mie aus­ge­lös­ten Wirt­schafts­kri­se sei die Krea­tiv­wirt­schaft beson­ders stark betrof­fen, da sie eng mit dem Event‑, Gastro‑, Tou­ris­mus- und Kul­tur­be­reich ver­floch­ten ist. Für die klein­tei­li­ge Struk­tur der Krea­tiv­wirt­schaft sei das Instru­ment der Kurz­ar­beit „weni­ger geeig­net” als für ande­re Bran­chen, so die Minis­te­rin. Des­halb habe man einen 3,8 Mio. Euro-Inno­va­ti­ons­schutz­schirm für die Krea­tiv­wirt­schaft auf­ge­spannt. 3 Mio. Euro wer­den für Pro­jek­te aus­ge­schüt­tet, die Ant­wor­ten auf neue Bedürf­nis­se lie­fern, die im Zuge der Coro­na­kri­se ent­stan­den sind. 800.000 Euro ste­hen in Form von geför­der­ten Work­shops, Coa­chings, Men­to­rings, etc. zur Ver­fü­gung.

Staats­se­kre­tär Magnus Brun­ner (ÖVP) beton­te die Rol­le der Krea­tiv­wirt­schaft als Impuls- und Ideen­ge­ber. Die Zie­le im Bereich der Umwelt – etwa jenes, bis 2040 kli­ma­neu­tral zu sein – wer­de man nur durch Inno­va­ti­on errei­chen kön­nen. „Wir brau­chen jede krea­ti­ve Idee und jeden Fun­ken Mut für das wirt­schaft­li­che Come­back Öster­reichs”, so Brun­ner.

Vor­arl­bergs Wirt­schafts­lan­des­rat Mar­co Titt­ler (ÖVP) berich­te­te von den Maß­nah­men des Lan­des zur Ankur­be­lung der hei­mi­schen Wirt­schaft. Das Paket sei mit rund 60 Mio. Euro dotiert. Titt­ler führ­te die drei Schwer­punk­te For­schung und Ent­wick­lung, Fach­kräf­te und Digi­ta­li­sie­rung an, die gera­de auch für die Krea­tiv­wirt­schaft von gro­ßer Bedeu­tung sei­en. Beson­de­re Auf­merk­sam­keit gel­te dem The­ma E‑Commerce.