apa.at
news/APA/Dienstag, 04.05.21, 10:53:16

20 Tote und Dut­zen­de Ver­letz­te bei U‑Bahn-Unglück in Mexiko

Beim Ein­sturz einer Metro-Brü­cke über einer stark befah­re­nen Stra­ße in Mexi­ko-Stadt sind nach Behör­den­an­ga­ben 20 Men­schen ums Leben gekom­men. Dut­zen­de wei­te­re sei­en bei dem Unglück am Mon­tag­abend ver­letzt wor­den, teil­te Bür­ger­meis­te­rin Clau­dia Shein­baum mit. Zusam­men mit den Trüm­mern stürz­ten auch Wag­gons einer U‑Bahn, die gera­de über die Über­füh­rung fuhr, auf den flie­ßen­den Auto­ver­kehr einer dar­un­ter­lie­gen­den Stra­ße, wie TV-Bil­der zeigten. 
APA/APA/AFP/PEDRO PAR­DO

Min­des­tens ein Auto soll von den Trüm­mern ver­schüt­tet wor­den sein. Ret­tungs­kräf­te such­ten nach Über­le­ben­den. Sie muss­ten ihre Arbei­ten aber kurz nach dem Unfall wegen der Gefahr unter­bre­chen , dass noch mehr Tei­le der Bahn-Über­füh­rung und wei­te­re Zug­wag­gons auf die Stra­ße stür­zen könn­ten, wie die Behör­den erklärten.

Unter den Todes­op­fern sei­en auch Kin­der, sag­te Bür­ger­meis­te­rin Shein­baum. 49 Ver­letz­te sei­en zur wei­te­ren Behand­lung in Kran­ken­häu­ser gebracht wor­den. Sie­ben von ihnen sei­en in einem „erns­ten Zustand”, sag­te Shein­baum. Sie hat­te zuvor von ins­ge­samt rund 70 Ver­letz­ten gesprochen.

Ein dra­ma­ti­sches Video des Lokal­sen­ders Mile­nio TV zeigt, wie die Brü­cke gegen 22.30 Uhr Orts­zeit in der Nähe der Sta­ti­on Oli­vos im Süd­os­ten der mexi­ka­ni­schen Haupt­stadt auf einen Strom von Autos stürz­te und dabei dich­te Staub- und Schutt­wol­ken auf­wir­bel­te. Ande­re Bil­der zei­gen min­des­tens zwei Zug­wag­gons, die gefähr­lich von der kol­la­bier­ten Über­füh­rung her­ab hän­gen, wäh­rend Feu­er­wehr­leu­te und Sani­tä­ter zunächst mit Lei­tern ver­su­chen, die Wag­gons zu errei­chen. Ein Kran wur­de her­an­ge­schafft, um die Wag­gons zu sta­bi­li­sie­ren, damit die Ret­ter ihre Arbeit wie­der auf­neh­men konn­ten, wie Shein­baum erläu­ter­te. Es sehe so aus, dass ein Trä­ger nach­ge­ge­ben habe, als die U‑Bahn über die Brü­cke gefah­ren sei. Die genaue Unglücks­ur­sa­che müs­se aber noch unter­sucht werden.

„Was heu­te mit der Metro pas­siert ist, ist eine schreck­li­che Tra­gö­die. Mei­ne Soli­da­ri­tät gilt den Opfern und ihren Fami­li­en”, twit­ter­te Außen­mi­nis­ter Mar­ce­lo Ebrard. „Natür­lich müs­sen die Ursa­chen unter­sucht und die Ver­ant­wort­lich­kei­ten geklärt wer­den.” Die Metro-Linie 12, die über die ein­ge­stürz­te Über­füh­rung führt, wur­de vor rund zehn Jah­ren gebaut, als Ebrard Bür­ger­meis­ter von Mexi­ko-Stadt war. Ebrard und Shein­baum wer­den von vie­len poli­ti­schen Beob­ach­tern als die wahr­schein­lichs­ten Nach­fol­ger von Prä­si­dent And­res Manu­el Lopez Obra­dor gese­hen, wenn des­sen Amts­zeit 2024 endet.