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news/APA/Freitag, 14.01.22, 14:19:47

16.822 Neu­in­fek­tio­nen bin­nen 24 Stunden

Auch am Ende der ers­ten Schul­wo­che im neu­en Jahr lässt Omi­kron die fünf­te Wel­le in Öster­reich wei­ter dras­tisch anstei­gen. Am Frei­tag mel­de­ten die Minis­te­ri­en 16.822 Neu­in­fek­tio­nen bin­nen 24 Stun­den. Das ist nach dem Mitt­woch mit 17.006 neu­en Fäl­len der zweit­höchs­te Tages­wert seit Pan­de­mie­be­ginn vor bei­na­he zwei Jah­ren. Fast 5.000 wei­te­re Infi­zier­te mel­de­te die Bun­des­haupt­stadt Wien. Die öster­reich­wei­te Sie­ben-Tage-Inzi­denz ist nun­mehr vier­stel­lig mit 1.004,1.
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Bei den Spi­tals­pa­ti­en­ten gab es am Frei­tag wie­der einen leich­ten Anstieg. Ins­ge­samt 903 Covid-19-Kran­ke muss­ten sta­tio­när behan­delt wer­den, um 14 mehr als am Don­ners­tag. Die meis­ten Spi­tals­pa­ti­en­ten gibt es mit 290 in Wien, hier kamen allein seit dem Vor­tag 23 wei­te­re Covid-19-Erkrank­te hin­zu, inner­halb der ver­gan­ge­nen Woche wur­de eine Stei­ge­rung von 52 Pati­en­ten regis­triert. Die Bun­des­haupt­stadt ver­zeich­ne­te in der ver­gan­ge­nen Woche eine Ver­dop­pe­lung der täg­li­chen Fall­zah­len. Bei den Schwer­kran­ken gab es öster­reich­weit einen leich­ten Rück­gang. Hier lagen am Frei­tag 228 Pati­en­ten auf Inten­siv­sta­tio­nen, um acht weni­ger als am Donnerstag.

Inner­halb der ver­gan­ge­nen 24 Stun­den wur­den sie­ben wei­te­re Todes­fäl­le gemel­det. Seit Pan­de­mie­be­ginn sind bereits 13.905 Men­schen an den Fol­gen einer Coro­na­vi­rus-Infek­ti­on gestor­ben. Allein in der ver­gan­ge­nen Woche wur­den 75 Tote regis­triert. Pro 100.000 Ein­woh­ner sind seit Beginn der Pan­de­mie 155,7 Men­schen an oder mit Covid-19 gestorben.

6,38 Mil­lio­nen Öster­rei­cher und somit 71,4 Pro­zent hat­ten am Frei­tag einen gül­ti­gen Impf­schutz. Mehr als vier Mil­lio­nen Men­schen – exakt 4.006.363 – haben mit Stand Don­ners­tag die Dritt­imp­fung erhal­ten und somit die Grund­im­mu­ni­sie­rung der Coro­na-Schutz­imp­fung abge­schlos­sen. Das sind 44,9 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung. Am höchs­ten ist die Rate der geboos­ter­ten Men­schen – wie all­ge­mein in Sachen Immu­ni­sie­rung – im Bur­gen­land. Hier haben bereits mehr als die Hälf­te der Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner, genau 53 Pro­zent, die drit­te Coro­na-Schutz­imp­fung erhalten.

Die 16.822 Neu­in­fek­tio­nen bin­nen 24 Stun­den las­sen den Wochen­schnitt wei­ter stei­gen. Die­ser betrug am Frei­tag bereits 12.814. Nun­mehr gab es öster­reich­weit 117.790 bestä­tig­te akti­ve Fäl­le, um 10.973 mehr als am Tag zuvor. Allein in der ver­gan­ge­nen Woche sind öster­reich­weit 89.696 Neu­in­fek­tio­nen regis­triert wor­den. Seit ver­gan­ge­ner Woche haben sich die Fall­zah­len durch die Domi­nanz der anste­cken­de­ren Omi­kron-Vari­an­te bei­na­he ver­dop­pelt. Vor sie­ben Tagen – am 7. Jän­ner – hat­ten die Minis­te­ri­en noch 8.786 Neu­in­fek­tio­nen bin­nen 24 Stun­den gemeldet.

Die effek­ti­ve Repro­duk­ti­ons­zahl hat sich laut Update der Agen­tur für Gesund­heit und Ernäh­rungs­si­cher­heit (AGES) und der TU Graz auf 1,46 erhöht. In der ver­gan­ge­nen Woche lag sie noch bei 1,45. Das bedeu­tet, dass 100 Infi­zier­te sta­tis­tisch gese­hen der­zeit 146 wei­te­re Men­schen mit dem Coro­na­vi­rus anstecken.

Seit Pan­de­mie­be­ginn hat es in Öster­reich bereits 1.411.421 bestä­tig­te Coro­na-Fäl­le gege­ben. Als gene­sen gel­ten 1.279.726 Per­so­nen. Die meis­ten Neu­in­fek­tio­nen seit Don­ners­tag mel­de­te Wien mit 4.932, in Nie­der­ös­ter­reich waren es 2.548, in Tirol 2.425 und in Ober­ös­ter­reich 2.030. Salz­burg regis­trier­te 1.861 wei­te­re Infi­zier­te, die Stei­er­mark 1.387, Vor­arl­berg 821, Kärn­ten 561 und das Bur­gen­land 257.

Das Bun­des­land mit der höchs­ten Sie­ben-Tage-Inzi­denz ist der­zeit Salz­burg mit 1.861,2, gefolgt von Tirol, Wien und Vor­arl­berg (1.556,9, 1.393,7 bzw. 943,5). Dahin­ter rei­hen sich Nie­der­ös­ter­reich (778,8), Ober­ös­ter­reich (774,1), die Stei­er­mark (608,5), Kärn­ten (585,3) und das Bur­gen­land (426,3).

Seit Don­ners­tag gab es bei­na­he eine Mil­li­on Coro­na-Tests. Doch das PCR-Test­s­sys­tem hat in den ver­gan­ge­nen Tagen in wei­ten Tei­len Öster­reichs für Pro­ble­me gesorgt, außer­halb von Wien könn­te es künf­tig nicht mehr für alle die­se aus­sa­ge­kräf­ti­gen Ana­ly­sen geben. Gene­ral­ma­jor Tho­mas Star­lin­ger, Mit­glied der gesamt­staat­li­chen Covid-Kri­sen­ko­or­di­na­ti­on (GECKO), hat­te in der „ZIB Nacht” eine Ände­rung der Test­stra­te­gie angekündigt.

Seit Don­ners­tag wur­den öster­reich­weit 774.748 aus­sa­ge­kräf­ti­ge PCR-Tests ein­ge­mel­det, die Posi­tiv­ra­te betrug 2,2 Pro­zent. Rund 60 Pro­zent der Ana­ly­sen wur­den in Wien durch­ge­führt, die Posi­tiv­ra­te lag in der Bun­des­haupt­stadt bei so hohen Test­zah­len bei rund ein Pro­zent. In der ver­gan­ge­nen Woche wur­den öster­reich­weit täg­lich rund 651.000 PCR-Tests ana­ly­siert, davon lie­fer­ten zwei Pro­zent posi­ti­ve Resultate.

Im Ver­gleich dazu wur­den vor genau einem Jahr 25.286 PCR-Tests ein­ge­mel­det. Am 14. Jän­ner 2021 lag die Posi­tiv­ra­te bei die­ser gerin­gen Zahl an Ana­ly­sen bei 13,85 Pro­zent. Die Minis­te­ri­en hat­ten damals 3.510 Neu­in­fek­tio­nen und 53 Todes­fäl­le bin­nen 24 Stun­den regis­triert. Damals waren aber erst rund 68.000 Men­schen erst­mals gegen das Coro­na­vi­rus geimpft wor­den, es gab noch einen Man­gel an Impf­stof­fen. Im Kran­ken­haus muss­ten vor genau einem Jahr 2.086 Men­schen behan­delt wer­den, 361 benö­tig­ten eine inten­siv­me­di­zi­ni­sche Versorgung.

Am gest­ri­gen Don­ners­tag wur­den öster­reich­weit 54.524 Imp­fun­gen ver­ab­reicht. Ins­ge­samt haben laut den Daten des E‑Impfpasses 6.677.304 Per­so­nen bereits zumin­dest eine Imp­fung erhal­ten. Genau 6.377.489 Men­schen und somit 71,4 Pro­zent der Öster­rei­cher ver­fü­gen über einen gül­ti­gen Impfschutz.