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news/APA/Freitag, 09.10.20, 18:49:21

14. Final­ein­zug von Nadal bei French Open

Der Spa­ni­er Rafa­el Nadal steht erneut im Fina­le der Ten­nis-French-Open. In sei­nem ers­ten Tur­nier seit Ende Febru­ar zog der 34-Jäh­ri­ge am Frei­tag durch einen 6:3,6:3,7:6(0)-Sieg im Halb­fi­na­le gegen den Argen­ti­ni­er Die­go Schwart­z­man (12) in das End­spiel von Roland Gar­ros ein. Am Sonn­tag geht es für ihn nun auch um sei­nen 13. Titel­ge­winn in Roland Gar­ros. Der Geg­ner wur­de im Match des top­ge­setz­ten Ser­ben Novak Djo­ko­vic gegen den Grie­chen Ste­fa­nos Tsit­si­pas (5) ermit­telt.
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„Ein wei­te­res Mal hier im Fina­le zu sein, ist unglaub­lich. Das ist ein sehr schö­ner Moment”, sag­te Nadal in sei­ner kur­zen Anspra­che auf Fran­zö­sisch auf dem wegen der Coro­na-Auf­la­gen nur spär­lich gefüll­ten Court Phil­ip­pe Cha­t­rier. Mit dem Sieg in 3:09 Stun­den gegen den nur 1,70 Meter gro­ßen Vier­tel­fi­nal-Bezwin­ger von Domi­nic Thiem zemen­tier­te der Links­hän­der aus Mal­lor­ca sei­nen Son­der­sta­tus auf roter Asche am Bois de Bou­lo­gne ein. In sei­nem 101. French-Open-Match fei­er­te er den 99. Sieg.

Mit sei­nem 20. Grand-Slam-Tri­umph am Sonn­tag ab 15.00 Uhr wür­de Nadal mit dem Schwei­zer Roger Fede­rer gleich­zie­hen, der hat sei­ne Sai­son bereits been­det. „Ich wuss­te, dass es schwer wer­den wür­de heu­te”, sag­te Nadal, „aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe.”

Schwart­z­man wirk­te nach sei­nem Fünf-Satz-Match über mehr als fünf Stun­den gegen Thiem anfangs etwas müde. 14 Minu­ten dau­er­te das ers­te Spiel des ers­ten Sat­zes, ehe Nadal sei­nen Auf­schlag durch­brach­te. Ihm gelang das Break zum 2:0, es folg­ten jedoch Auf­schlag­ver­lus­te von bei­den, ehe Nadal Durch­gang eins nach 67 Minu­ten mit einem 6:3 abschloss.

Dass Nadal zuletzt beim Mas­ters in Rom die bis­her ein­zi­ge Nie­der­la­ge gegen Schwart­z­man hin­neh­men muss­te, schien die­sen nicht zu beein­träch­ti­gen. Der Ibe­rer kon­trol­lier­te die Ball­wech­sel, leis­te­te sich nur weni­ge Schwä­che­pha­sen und unter­strich ein­drucks­voll, wes­halb er der bes­te Sand­platz­spie­ler der Welt ist. Als Schwart­z­man im drit­ten Satz ein Break gelang, kon­ter­te Nadal umge­hend mit einem Re-Break.

Doch der 28-jäh­ri­ge Schwart­z­man, in der nächs­ten Welt­rang­lis­te auf Rang acht und damit erst­mals in den Top Ten, wehr­te sich noch ein­mal und hielt bis zum 6:6 dage­gen. Im Tie­break aber trumpf­te Nadal groß auf und gestat­te­te sei­nem Gegen­über kei­nen ein­zi­gen Punkt­ge­winn.